MEINUNGSBAROMETER.INFO

DIGITALISIERUNG

DAS FACHDEBATTENPORTAL

Für Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Medien & Gesellschaft


schliessen

Bitte hier einloggen:

Login

Passwort vergessen?
 
22.10.2021
Kopieren und anderweitige Vervielfältigungen sind nicht erlaubt.

WAS IN KEINER RECRUITING-STRATEGIE FEHLEN SOLLTE

Und welche Rolle digitale Skills spielen

Simone Ulrich

Simone Ulrich [Quelle: Thomas Herbelßheimer]


Unternehmen, die auf dem Bewerbermarkt auch in Zukunft eine Rolle spielen möchten, müssen sich ganz schön ins Zeug legen und vor allem mit der Zeit gehen. Seit der Pandemie sehen sich viele Firmen gezwungen, konsequent mobiler und kreativer als vor ein paar Jahren zu agieren, wenn sie geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für freie Stellen finden wollen.

Die Experten dieser Debatte halten es für sehr wichtig, dass sich Unternehmen in der Öffentlichkeit für alle sichtbar positionieren, damit Bewerberinnen und Bewerber sie überhaupt wahrnehmen. Eine eigene Karriereseite, Social-Media- Kanäle und Einträge in diversen Portalen sind essentiell. Verantwortliche müssen sich außerdem die Fragen beantworten "Wie und wo suchen Bewerber und Bewerberinnen heutzutage nach einem Job?" und ihre Recruiting-Strategie je nach Position und unternehmerischer Ausgangslage ausrichten. Eine Faustregel könnte sein, sich dort zu präsentieren, wo sich die Zielgruppe am meisten aufhält. Das können für die jüngere Zielgruppe die Plattformen TikTok oder Instagram sein und für gehobenere Positionen das Business-Netzwerk LinkedIn und spezielle Jobportale.

Was in keiner Recruiting-Strategie fehlen sollte, ist der Fakt, dass es sich beim Recruiting immer um Menschen handelt, die sich für eine Firma begeistern und später einmal gerne zur Arbeit kommen sollen. Dementsprechend sollte beachtet werden, dass Jobsuchende mehr auf Emotionen reagieren und nachgeordnet auf Informationen Wert legen. Die meisten von ihnen gucken sich gerne Bilder und Videos über zukünftige Kolleginnen und Kollegen und ihre Chefs in sozialen Medien an oder führen gerne persönliche Gespräche, um den Spirit des Unternehmens aufzunehmen. Nachrangig interessieren sie sich für Gehälter, Arbeitszeiten und -wege oder Benefits.

Die Experten sind sich ebenfalls darüber einig, dass sich Recruiter-Personal auf technischer Ebene weiterbilden und experimentierfreudig sein sollten, um die Bedürfnisse und Wünsche der Zielgruppe erfüllen zu können. In einigen Unternehmen können sich Bewerber beispielsweise mobil via Videoclip, Sprachnachricht oder einem klassischen Anschreiben bewerben. Personell könnte ihrer Meinung nach noch in vielen Firmen gezielt aufgestockt werden; zurzeit arbeiten fast ausschließlich in größeren und sehr modern geführten Unternehmen Experten für Recruiting, Talent Acquisition und Brand Management in der HR-Abteilung.