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Interview18.04.2023

Viele Hürden aber auch Chancen beim EU-Gesundheitsdatenraum

Was bei den endgültigen Regeln besonders wichtig ist

Dr. Lukas Stärker - Kammeramtsdirektor der Österreichischen Ärztekammer Quelle: ÖÄK/Noll Dr. Lukas Stärker Kammeramtsdirektor Österreichische Ärztekammer
INITIATOR DIESER FACHDEBATTE
Uwe Schimunek
Freier Journalist
Meinungsbarometer.info
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"Der Europäische Gesundheitsdatenraum ist die logische Weiterentwicklung der EU-Philosophie in Bezug auf Zukunftsthemen wie eben Daten und Datenschutz", erklärt Dr. Lukas Stärker von der Österreichischen Ärztekammer. Für die endgültigen Regeln formuliert er klare Erwartung





Die EU will einen Europäischen Gesundheitsdatenraum schaffen. Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Vorteile eines solchen?
Der Europäische Gesundheitsdatenraum ist die logische Weiterentwicklung der EU-Philosophie in Bezug auf Zukunftsthemen wie eben Daten und Datenschutz – quasi analog zum europäischen Wirtschaftsraum.

Welche technischen Hürden sind für einen gemeinsamen Gesundheitsdatenraum zu überwinden?
Die Hürden sind mannigfaltig:
- von unterschiedlichen Daten und Datenschutzkulturen bis hin zu

- unterschiedlichen Zugängen, die die Bürger der verschiedenen EU-Staaten zu Daten und zum Datenschutz generell haben.

- Aber auch die einzelnen Regierungen der EU-Mitgliedsländer haben unterschiedliche Zugänge zu diesem Thema.

- Weiters gibt es natürlich unterschiedliche Programme und IT-Lösungen und damit bestehende Inkompatibilitäten.

- Dazu kommt die Unfähigkeit verschiedener Programme, überhaupt miteinander zu kommunizieren.

Das liegt auch an den unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen beim Zugang zu Daten in den einzelnen EU-Staaten und an den ebenfalls vorhandenen voneinander abweichenden Programmstandards. Daher müsste zuerst ein einheitliches, EU-weites „Programm-Fundament“ geschaffen werden, welches eine sichere Interoperabilität gewährleistet.

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Welche Herausforderungen sehen Sie insbesondere in Sachen Datenschutz und IT-Sicherheit?
Wichtig erscheint mir, dass diese beiden Worte nicht nur Schlagworte sein dürfen, sondern auch wirklich in der Praxis bei den einzelnen Bürgern funktionieren müssen. Konkret dort, wo es relevant ist, und zwar ohne, dass es für die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union zur Qual wird. Damit meine ich zum Beispiel sinnlose Freigabeprozesse oder Zustimmungserfordernisse bei Internet-Websites oder exorbitant hohe Kosten für Cyber-Security, usw.

Was sollte aus Ihrer Sicht unbedingt in einem endgültigen Regelwerk stehen – und was auf keinen Fall?
In einem finalen Regelwerk sollten nur Grundsätze stehen, die von den Bürgerinnen und Bürgern der EU-Staaten als Verbesserungen angesehen werden und die unser Leben erleichtern und Sicherheit gewährleisten.

Strikt vermieden werden muss alles, was erschwerend oder verteuernd wirkt. Den gemeinsamen EU-Gesundheitsdatenraum betreffend, sind also Lösungen gefragt, die mithilfe der Daten und Datenkommunikation zu einer besseren medizinischen Versorgung in der gesamten EU beitragen, Forschung und Innovation zulassen, aber auch gesundheitspolitische Schritte fördern. Weiters muss eine bessere Handhabung der persönlichen Gesundheitsdaten durch die Bürgerinnen und Bürger das Ziel sein.

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