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20.09.2018
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MDR STIMMT UKW-KOMPROMISSVORSCHLAG ZU

Warum es künftig auch für DAB+ klare und langfristige Lösungen braucht

Dr. Ulrich Liebenow, Betriebsdirektor des Mitteldeutschen Rundfunks

Dr. Ulrich Liebenow, Betriebsdirektor des Mitteldeutschen Rundfunks [Quelle: MDR/Stephan Flad]


"Der Mitteldeutsche Rundfunk wird seinen Beitrag zur Lösung des Konflikts leisten. Vorbehaltlich der Einigung aller Beteiligten haben wir gegenüber der Bundesnetzagentur sowie unserem Sendernetzbetreiber Divicon Zustimmung zum vorgestellten Kompromissvorschlag signalisiert." Das sagt Dr. Ulrich Liebenow, Betriebsdirektor des Mitteldeutschen Rundfunks. "Auch wenn die gefundene Lösung zwar kurzfristig das Chaos im UKW-Markt vermeidet, brauche es langfristige Regelungen bei DAB+. "Es gilt, die Wiederholung eines solchen Versuchs, unter Abschaltdrohungen die Interessen Einzelner durchzusetzen, in anderen Segmenten des Rundfunkmarktes zu verhindern. Diese Regelungen müssen dann entsprechend auch für DAB+ gelten.“


Viele Millionen Radiohörer können aufatmen, die UKW-Abschaltung ist vom Tisch. Wie bewerten Sie die Einigung und den Erfolg?
Ein erster wichtiger Schritt ist mit dem Kompromiss im UKW-Streit getan. Jetzt gilt es, die finale Einigungslösung abzuwarten. Der Mitteldeutsche Rundfunk wird seinen Beitrag zur Lösung des Konflikts leisten. Vorbehaltlich der Einigung aller Beteiligten haben wir gegenüber der Bundesnetzagentur sowie unserem Sendernetzbetreiber Divicon Zustimmung zum vorgestellten Kompromissvorschlag signalisiert. Die Entscheidung, uns auch finanziell zu beteiligen, ist uns allerdings nicht leicht gefallen. Sie wurde vor dem Hintergrund der gefährdeten Sendesicherheit unserer Programme getroffen.

Auch die Media Broadcast unterstützt die Einigung wirtschaftlich, ein gutes Signal?
Festzustellen ist, dass – unter der Vermittlung durch die Bundesnetzagentur und zuletzt den Einsatz von Bundesminister a.D. Friedrich Bohl – viele zur Lösung beigetragen haben. Eine Bewertung in diesem Zusammenhang möchten wir nicht vornehmen, weil wir die Beiträge Einzelner nicht im Detail kennen.

Ist die Planungssicherheit für die Programmmacher jetzt wieder hergestellt auch in Bezug auf den künftigen DAB+ Ausbau?
Wir bewerten DAB+ nicht grundsätzlich anders: Wir sehen nach wie vor neben der Verbreitung via Internet vor allem in DAB+ die Zukunft der Hörfunkverbreitung und werden uns auch weiterhin bei diesem Thema sehr stark engagieren. Auch wenn die gefundene Lösung zwar kurzfristig das Chaos im UKW-Markt vermeidet, brauchen wir langfristige Regelungen. Es gilt, die Wiederholung eines solchen Versuchs, unter Abschaltdrohungen die Interessen Einzelner durchzusetzen, in anderen Segmenten des Rundfunkmarktes zu verhindern. Diese Regelungen müssen dann entsprechend auch für DAB+ gelten.