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23.05.2022
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DURCH DAS DIGITALE BÜRO WIRD DER STROMVERBRAUCH WEITERHIN STEIGEN

Verzicht auf digitale Tools und Technik inzwischen undenkbar

Heiko Müller, Leitender Redakteur People Abroad - Arbeiten im Ausland/Reiseblog

Heiko Müller, Leitender Redakteur People Abroad - Arbeiten im Ausland/Reiseblog [Quelle: People Abroad]


Für den Redaktionschef von People Abroad, Heiko Müller, ist neben dem Laptop in den letzten fünf Jahren vor allem das Smartphone immer wichtiger geworden. Vor allem, weil er sämtliche Social Media-Kanäle ortsunabhängig und von unterwegs bedienen muss. Im Büro kommen regelmäßig Tools wie die Google Search Console, iCould und WeTransfer zum Einsatz.


Wie wichtig ist der Einsatz von digitalen Tools und Technik in Büros?
Meine Tätigkeit ist ohne die Nutzung digitaler Tools und Technik inzwischen undenkbar und wäre auch schlichtweg nicht möglich. Als leitender Redakteur, Reiseblogger und Content Creator ist meine Ausstattung recht überschaubar: Schreibtisch, Laptop, 2. Bildschirm, Kamera, Smartphone und externe Festplatte – viel mehr braucht es eigentlich nicht. Für das Arbeiten unterwegs kommt dann noch etwas Equipment wie z.B. Powerbank, Ladekabel, Ersatz-Akku, Stativ und meine Outdoor-Ausrüstung dazu. Am allerwichtigsten für meine Arbeit am Schreibtisch ist eine stabile Internetverbindung.

Welche konkreten digitalen Lösungen sind heutzutage unverzichtbar?
Für meine Arbeit am Blog nutze ich das CMS-System WordPress mit einigen Plugins (Erweiterungen) für das Schreiben von Texten und das Speichern und Hochladen von Fotos. Social Media Posts nehme ich direkt in den jeweiligen Social Media Plattformen vor, wobei ich für Pinterest zusätzlich Canva verwende zum Erstellen von Pins und Tailwind zum Planen der Pins. Für Meetings, Absprachen und den Austausch mit Kollegen sind Zoom und Skype meine meistgenutzten Tools, für die Teilnahme an digitalen Events und OnlineVeranstaltungen Zoom oder Teams, teilweise auch Instagram Live Streams. Neben dem Laptop ist in den letzten fünf Jahren vor allem das Smartphone immer wichtiger geworden durch die Wichtigkeit von Social Media für mich als Blogger. Vor fünf Jahren war Facebook mein wichtigster Social Media Kanal, inzwischen ist es Instagram. Weitere Tools, die ich gerne und regelmäßig verwende: Google Search Console, iCould und WeTransfer.

Fallen Ihnen auch Nachteile ein, die Sie mit dem „papierlosem Büro“ in Verbindung bringen bzw. selbst erfahren haben?
Definitiv nicht, da für mich die Vorteile des papierlosen Büros ganz eindeutig überwiegen. Lange Regale mit dicken Ordern fallen weg und in Sachen Nachhaltigkeit ist das papierlose Büro ohnehin die Zukunft, denn man spart Unmengen an Papier (Rohstoffe), Druckerpatronen etc. Allerdings sollten sich sowohl Unternehmen als auch Selbstständige und Freiberufler nach meiner Ansicht Gedanken machen bezüglich des Stromverbrauchs, der Stromersparnis und der Nutzung nachhaltiger und umweltfreundlicher Stromanbieter. Denn durch das digitale Büro wird der Stromverbrauch weiterhin steigen und das betrifft alle Arbeitstätigen und uns als Gesellschaft.

Wie groß ist und war der Aufwand, digitale Infrastruktur im Unternehmen oder im Homeoffice bereitzustellen?
Fast gleich Null, denn die wenigen technischen Geräte, die ich benötige, hatte ich im Grunde auch vorher schon. Was noch hinzu kam, waren Ausgaben rund um das Bloggen, also Hosting-Kosten, Plugins (Erweiterungen), die nicht kostenlos sind, Tailwind als Social Media Management Tool und einige weitere digitale Tools. Wenn ich unterwegs auf Reisen in Coworking Spaces mit meinem Laptop arbeite, fallen noch Mietkosten an, aber da ist für die Infrastruktur schon gesorgt, was sehr angenehm ist. Was den Kosten-Nutzen-Faktor betrifft, für mich eine klare Sache.


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Was wäre Ihrer Meinung nach das beliebteste Bürokonzept der Zukunft?
Für mich persönlich das papierlose Büro in der Kombination aus zwei Komponenten, die ich jetzt schon im Berufsalltag praktiziere: der Tätigkeit am heimischen Schreibtisch und der Arbeit im Coworking Space - mit Kontakten zu anderen Freiberuflern und Selbstständigen. Grundsätzlich denke ich, dass remote Jobs und offene Bürogemeneinschaften auf Zeit, wie es sie jetzt schon immer zahlreicher gibt, noch weiter zunehmen werden, auch wenn diese Arbeitsform nicht für alle Berufsgruppen und Disziplinen umsetzbar ist. Das Bürokonzept der Zukunft beinhaltet für mich auch das Arbeiten, wie man es von skandinavischen Ländern kennt: Flache Hierarchien, Vertrauen in die Mitarbeiter, eine hohe Eigenverantung, familienfreundliche Strukturen, gesundes Arbeitsklima schaffen und Gesundheit am Arbeitsplatz mitdenken.