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Digitale Tools und Technologien für die Ertüchtigung von kommunalen Gebäuden

Wie die Stadt Bielefeld der Energiekrise begegnet

Pit Clausen - Oberbürgermeister, Stadt Bielefeld Quelle: Stadt Bielefeld Pit Clausen Oberbürgermeister Stadt Bielefeld 30.01.2023
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"Wie andere Städte auch, hat die Stadt Bielefeld verschiedene Maßnahmen zur Energie-Einsparung getroffen", erklärt Pit Clausen, der Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld. Er zählt eine Fülle davon auf und formuliert einen klaren Wunsch in Richtung Fördermittelgeber.







Die Energiepreiskrise trifft die Bürgerinnen und Bürger aber auch die Kommunen direkt mit ihren Liegenschaften. Welche Maßnahmen haben Sie zur Energie-Einsparung ganz unmittelbar getroffen?
Wie andere Städte auch, hat die Stadt Bielefeld verschiedene Maßnahmen zur Energie-Einsparung getroffen. So wurden als Sofortmaßnahmen bereits im August letzten Jahres Brunnen und die repräsentative Beleuchtung von Gebäuden abgeschaltet. In den Verwaltungsgebäuden werden die Büros seit Herbst letzten Jahres nicht über 19°C geheizt. Zum Jahreswechsel war die Stadtverwaltung in der Zeit vom 24.12.2022 bis einschließlich 1.1.2023 geschlossen. Es wurden nur erforderliche Notdienste angeboten. Auch kulturelle Angebote waren in dieser Zeit zurückgefahren. Die Heiztemperatur wurde in diesem Zeitraum auf ca. 15°C abgesenkt. Daneben sensibilisiert die Stadt ihre Beschäftigten und die Nutzer*innen der städtischen Gebäude und veröffentlicht diverse Energiespartipps.

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Nach aktuellen Daten ist die Bausubstanz von kommunalen Nichtwohngebäuden im Durchschnitt rund 35 Jahre alt. Wie gehen Sie bei der Sanierung von solchen Gebäuden vor?
Nach einer umfangreichen Bestandsaufnahme zur Bausubstanz, zur technischen Gebäudeausstattung und der Aufnahme der derzeitigen Betriebs- und Verbrauchskosten eines Gebäudes werden diese Parameter ausgewertet und Varianten zur Sanierung der Gebäudehülle (Dach, Fassade, Fenster) erarbeitet. Der zu erreichende energetische Standard des Gebäudes muss geprüft, definiert und festgelegt werden. Insbesondere der Einsatz nachhaltiger Materialien einhergehend mit der Nutzung regenerativer Energien zur Wärme- und Stromversorgung werden durchleuchtet. Einhergehend mit der Ertüchtigung der Gebäudehülle erfolgt die Betrachtung des Innenraumes samt Grundrisskonzept. Neben weiteren der Nutzung entsprechenden Vorgaben, unter anderem der Barrierefreiheit, dem Brandschutz und des Schallschutzes, erfolgt die Planung zur Ertüchtigung und Ausführung der Innenbauteile und des Innenraumkonzeptes.

Welchen Beitrag können digtale Tools und Technologien für mehr Energie-Effizienz leisten?
Digitale Tools und Technologien spielen bereits bei der Bestandsaufnahme vor einer Sanierung eine wichtige Rolle. Die Auswertung digital erfasster Daten bietet eine Grundlage für weitere Überlegungen zur Ertüchtigung und Optimierung des Gebäudes. Auch nach Ertüchtigung und Sanierung eines Gebäudes ermöglichen digital erfasste Daten zu Betriebsabläufen und Verbrauchswerten in Abhängigkeit der Nutzung eines Gebäudes neben der Kontrolle auch eine Optimierung von eingesetzten Energien und dementsprechend eine Möglichkeit, diese effizienter zu nutzen und einzusetzen.

Welche Unterstützung brauchen die Kommunen aus Ihrer Sicht von Bund und Ländern?
Zur Verbesserung der Energie-Effizienz, insbesondere von älteren Gebäuden, sind energetische Sanierungen erforderlich. Dafür wäre die Bereitstellung von Fördermitteln ohne umfangreiche Rahmenbedingungen und Nachweise wünschenswert. Ein Beispiel eines Förderprogramms, das Kommunen ohne großen bürokratischen Aufwand in Anspruch nehmen konnten, war das Förderprogramm des Landes NRW „Gute Schule 2020“.

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