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06.12.2021
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ARBÖ PLÄDIERT FÜR EUROPÄISCHES LADESTELLENVERZEICHNIS

Wie das Netz wachsen muss

Sebastian Obrecht - Leiter Presse, ARBÖ, Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreichs

Sebastian Obrecht - Leiter Presse, ARBÖ, Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreichs [Quelle: ARBÖ/Bildagentur Zolles/Christian Hofer ]


"Steigt die Zahl der E-Autos in Österreich, muss natürlich auch die Ladeinfrastruktur ausgebaut werden, damit Schritt gehalten werden kann", erklärt Sebastian Obrecht vom ARBÖ. Für wünschenswert hält er mehr Hochleistungsladepunkte vor allem entlang der Hauptverkehrsachsen. Zudem verweist er auf Unterschiede in den Nachbarländern.


In Österreich wird die Einrichtung privater Ladeinfrastruktur gefördert. Welche Bedeutung haben die sogenannten Wallboxen für die Elektromobilität?
Die Förderung von privater Ladeinfrastruktur ist für den ARBÖ begrüßenswert. Allerdings ist es für viele Menschen noch immer eine zu teure Investition. Damit E-Mobilität mehr genutzt wird, sind Wallboxen unumgänglich. Hier wäre wichtig, dass beispielsweise in Mehrparteienhäusern die Errichtung von privaten Ladepunkten erleichtert wird. Derzeit ist es in Österreich so, dass alle Eigentümer zustimmen müssen.  


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Nach Medienberichten gibt es in Österreich 5000 Ladestationen, so dass sich alle 60 Kilometer eine Schnellladestation befindet. Was muss da noch passieren?
Es passiert viel schon sehr viel in diesem Bereich, was sehr positiv zu bewerten ist. Vor allem entlang der Hauptverkehrsachsen wäre es wichtig, wenn es mehr Hochleistungsladepunkte an diesen Routen geben würde. Viele der 5.000 Ladepunkte befinden sich privaten oder halbprivaten Bereich (beispielsweise bei Supermarktparkplätzen). Steigt die Zahl der E-Autos in Österreich, muss natürlich auch die Ladeinfrastruktur ausgebaut werden, damit Schritt gehalten werden kann. Derzeit reichen sie aber noch aus.  

Für längere Dienst- und Urlaubsreisen spielt auch die Ladeinfrastruktur außerhalb Österreichs eine Rolle. Wie sehen Sie die gesamteuropäische Entwicklung diesbezüglich?
Das ist in jedem Land unterschiedlich geregelt. Eine Fahrt mit dem E-Auto bedarf deshalb genauer Planung und Vorbereitung. Wünschenswert wäre hier ein internationales beziehungsweise ein europäisches Ladestellenverzeichnis.

Geld pro Kw/h, pro Ladezeit, Pauschalen, Clubsysteme und Mixe aus alledem – derzeit sind die Preise fürs Schnellladen sehr kompliziert. Sollte die Politik aus Ihrer Sicht da Vorgaben machen?
Derzeit gibt es einen Wildwuchs an Anbietern und Tarifen und Österreich. Der ARBÖ ist der Meinung, dass klare Regelungen in Bezug auf Ladetechnologie gebraucht werden. Auch ein transparentes System wäre hier von Vorteil.