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Interview20.12.2022

Mit Digitalisierung resistenter gegen künftige Krisen werden

Wie der Mittelstand in Sachsen-Anhalt in der Transformation dasteht

Sven Schulze - Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten in Sachsen-Anhalt Quelle: Rayk Weber Sven Schulze Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten Landesregierung Sachsen-Anhalt
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"Investitionen in Digitalisierung werden – langfristig betrachtet – helfen, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen in Sachsen-Anhalt zu sichern", stellt Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Sven Schulze fest. Er berichtet über Förderprogramme und weiß, warum Sachsen-Anhalt attraktiv für Fachkräfte ist.





Aktuelle Daten bescheinigen dem Mittelstand Fortschritte in der digitalen Transformation. Wo steht der hiesige Mittelstand in Sachen Digitalisierung im Vergleich?
Digitalisierungsprozesse eröffnen den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Sachsen-Anhalt generell viele Möglichkeiten. Es ergeben sich nicht nur neue Chancen der Wertschöpfung für den Mittelstand, Digitalisierung leistet auch einen Beitrag zur Produktivitätssteigerung. Letztlich ist aber jedes Unternehmen individuell dafür verantwortlich, welche Prozesse angegangen und umgesetzt werden.

Während der pandemiebedingten schwierigen wirtschaftlichen Lage hat es bei vielen KMU einen Digitalisierungsschub gegeben. Hierbei ging es nicht nur darum, die unternehmerische Arbeitsfähigkeit zu sichern, es musste auch ein Plan für künftige Krisensituationen her. Viele Unternehmen haben sich in dieser Zeit neu orientiert, weiterentwickelt und zukunftsfest aufgestellt. Genau darauf kommt es an: Investitionen in Digitalisierung werden – langfristig betrachtet – helfen, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen in Sachsen-Anhalt zu sichern. Das können wir derzeit daran beobachten, dass es den Betrieben im Land trotz Lieferengpässen überwiegend gut geht. Im Vergleich zu der Situation, wie sie sich noch vor Corona darstellte, kann ich sagen: Der Mittelstand stellt sich zunehmend digital auf. Damit wird er auch resistenter gegen künftige Krisen.

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Wie unterstützen Sie den Mittelstand bei der digitalen Transformation - und welche Programme planen Sie gegebenenfalls?
Unser Ziel ist, die Wirtschaftskraft in unserem Land zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Der Mittelstand erhält dabei die bestmögliche Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt. Uns stehen umfangreiche Bundes-, Landes- und auch EU-geförderte digitale Unterstützungsprogramme für die Förderung der digitalen Weiterentwicklungen der KMU zur Verfügung. Das Programm „Sachsen-Anhalt DIGITAL" ist eines der größten Förderprogramme für den Mittelstand. Als Nachfolgeprogramm ist bereits „Digital And Creative Economy" geplant. Es wird 2023 starten und die Förderschwerpunkte „Digital Creativity", „Digital Innovation" und „Cross Innovation" in überarbeiteter Form unter einem Dach vereinen. Über die Innovationsförderung des Landes gibt es weiterhin Zuschüsse für die Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren, insbesondere auch bei der Förderung von Forschung und Entwicklung.

Welche Unterstützung bekommen mittelständische Unternehmen insbesondere in Sachen IT-Sicherheit und Datenschutz?
Wir wollen das komplette Potenzial der Digitalisierung ausschöpfen und uns gleichermaßen in allen Fragen der Cybersicherheit wappnen. Cyberangriffe können erhebliche gesellschaftliche und wirtschaftliche Schäden verursachen. Die Kompetenz, die im Land Sachsen-Anhalt und über ein starkes Forschungskonsortium zur Cybersicherheit besteht, kann Unternehmen dabei helfen, ihre Strukturen weiter zu entwickeln. Mittelständische Unternehmen können sich die Einführung und Erhöhung ihrer IT-Sicherheit sowie den Schutz ihrer Daten über die Richtlinie Digital Innovation aus dem Programm „Sachsen-Anhalt DIGITAL" fördern lassen. Diese Fördermöglichkeit wird auch das neu geplante Programm „Digital And Creative Economy" bieten.

Welche Herausforderungen sehen Sie durch den Fachkräftemangel bei der Digitalisierung des Mittelstandes?
Um die digitale Transformation weiter vorantreiben können, benötigen wir qualifizierte Fachkräfte. In vielen Branchen ist der Bedarf besonders hoch, etwa in der IT – bundesweit wie auch in Sachsen-Anhalt. Im Rennen um die besten Köpfe entscheiden viele Faktoren. Eine immer größere Rolle spielen nicht erst seit Corona flexible Arbeitszeitmodelle und die Möglichkeit, ortsunabhängig zu arbeiten. Hier liegt es an den Arbeitgebern, entsprechende Möglichkeiten auszuloten. Zudem spielen aber auch weiche Standortfaktoren eine immer größere Rolle. Unter anderem Wohnmöglichkeiten mit Miet- und Baupreisen unter dem Bundesdurchschnitt, ein gutes Bildungsumfeld mit einer ausreichenden Zahl an Kitaplätzen und Schulplätzen machen Sachsen-Anhalt attraktiv für Fachkräfte. Mit der Förderung von wirtschaftsnahen Infrastrukturvorhaben, etwa mithilfe von GRW-Mitteln, stärken wir zudem den Wirtschaftsstandort Sachsen-Anhalt.

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