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Große Nachfrage nach Digibonus

Wie Schleswig-Holstein KMU bei der digitalen Transformation unterstützt

Claus Ruhe Madsen - Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus, Schleswig-Holstein  Quelle: Frank Peter Claus Ruhe Madsen Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus Landesregierung Schleswig-Holstein 28.11.2022
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"Nach dem vom Bundeswirtschaftsministerium herausgegebenen Digitalisierungsindex, der die Digitalisierung in den Unternehmen erfasst, gehört Schleswig-Holstein zu den Ländern mit einem mittleren Digitalisierungsstand", erklärt Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen. Dafür gibt es eine Erklärung - und dagegen Fördermittel.







Aktuelle Daten bescheinigen dem Mittelstand Fortschritte in der digitalen Transformation. Wo steht der hiesige Mittelstand in Sachen Digitalisierung im Vergleich?
Nach dem vom Bundeswirtschaftsministerium herausgegebenen Digitalisierungsindex, der die Digitalisierung in den Unternehmen erfasst, gehört Schleswig-Holstein zu den Ländern mit einem mittleren Digitalisierungsstand. Das hat sehr viel mit der Wirtschaftsstruktur in Schleswig-Holstein zu tun, die stark von kleinen und mittleren Unternehmen geprägt ist. Denn Vorreiter bei der Digitalisierung sind nach wie vor Großunternehmen und große industrielle Mittelständler in Süddeutschland.

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Wie unterstützen Sie den Mittelstand bei der digitalen Transformation - und welche Programme planen Sie gegebenenfalls?
In kleinen Unternehmen besteht häufig noch viel Beratungsbedarf. Deshalb ist das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Mittelstand-Digital-Zentrum Schleswig-Holstein hier in Kiel für uns von großer Bedeutung. Hier findet unsere mittelständische Wirtschaft die Ansprechpartner, die ihnen Lösungen zeigen, die ihrem Unternehmen in der Digitalisierung weiterhelfen. Zudem stand unsere betriebliche Innovationsförderung stand immer schon für Digitalisierung offen, richtet sich aber an eher größere Innovationsvorhaben. Neu war der letztes Jahr geschaffene Digibonus. Mit Sondermitteln, die wir von der EU zur Bewältigung der Folgen der Corona-Krise bekommen haben, haben wir ein sehr kleinteiliges, unbürokratisches Förderprogramm mit der Höchstfördersumme 17.000 Euro aufgelegt. Dies ist sehr rege nachgefragt worden und es gab positive Rückmeldungen z.B aus dem Handwerk. Wir hatten insgesamt 8,5 Mio. Euro für dieses Programm zur Verfügung. Diese sind jetzt aufgebraucht, das Programm ist ausgelaufen. Und wir arbeiten jetzt an einem Nachfolgeprogramm für das nächste Jahr.

Welche Unterstützung bekommen mittelständische Unternehmen insbesondere in Sachen IT-Sicherheit und Datenschutz?
IT-Sicherheit und Schutz vor Cyber-Angriffen ist in der Tat ein wichtiges Thema. Wir haben eine Sicherheitspartnerschaft mit der IHK und der Landespolizei eingerichtet. Das umfasst u.a. Informationsangebote, einen Servicepoint Cybersecurity zur individuellen Beratung und die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime des Landeskriminalamtes.

Welche Herausforderungen sehen Sie durch den Fachkräftemangel bei der Digitalisierung des Mittelstandes?
Fachkräftemangel ist natürlich auch und gerade im IT-Bereich ein großes Thema. Zum Glück sind unsere Hochschulen in diesem Bereich auch im Bundesvergleich ganz gut aufgestellt und haben entsprechend viele Absolventen, aber das Problem ist trotzdem da.

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