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Interview26.02.2021

Der Aufwand für die Veranstalter wird steigen

Was Hybride Tagungen erfordern und bringen

Dr. Markus Gratzer - Generalsekretär Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) Quelle: ÖHV/ Florian Lechner Dr. Markus Gratzer Generalsekretär Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV)
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"Die anhaltende COVID-Krise hat das Thema Seminare & Tagungen völlig auf den Kopf gestellt", erklärt ÖHV-Generalsekretär Dr. Markus Gratzer. Er erwartet, dass sich die erzwungenen Veränderungen auch nachhaltig auswirken. Doch er warnt davor, den mit hybriden Tagungen verbundenen Aufwand zu unterschätzen.





Hybride Tagungen verbinden lokale mit virtuellen Treffen. Welche Potenziale sehen Sie in solchen Formaten – in der Pandemie und darüber hinaus?
Die anhaltende COVID-Krise hat das Thema Seminare & Tagungen völlig auf den Kopf gestellt. Viele Firmen waren von heute auf morgen gezwungen Meetings und Tagungen virtuell abzuhalten und haben in den letzten Monaten dementsprechend viel investiert und Erfahrungen gesammelt. Das wird sich auch nachhaltig im Kundenverhalten niederschlagen. Vor allem kurze Meetings mit hohem Reiseaufwand werden auch zukünftig vermehrt online abgehalten werden. Dennoch glaube ich aber auch, dass wenn es die Situation zulässt, es wieder vermehrt zu persönlichen Treffen kommen wird. Der Mensch ist und bleibt ein soziales Wesen.

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Für welche Inhalte eigenen sich hybride Formate aus Ihrer Sicht besonders?
Kürzere Besprechungen, Impulsreferate aber auch Abstimmungen mit mittleren bis größeren Gruppen funktionieren online bzw. hybrid sehr gut. Das haben wir auch im letzten Jahr immer wieder bei unseren Präsidiumssitzungen gesehen, die wir sowohl virtuell als auch in einem hybriden Format angehalten haben. Überall dort, wo ich starke zwischenmenschliche Interaktion brauche oder auch Emotionen im Spiel sind, ist hingegen ein persönliches Treffen unersetzlich. Bei unseren Weiterbildungsformaten im ÖHV Campus haben wir gesehen, dass auch Schulungen online sehr gut funktionieren. Im Vergleich zu Präsenzschulungen müssen diese jedoch anders und kürzer aufgebaut werden. Hier hat sich gezeigt, dass unser Ansatz mit einer Kombination aus beidem – Einheiten vor Ort mit Online-Ergänzungen – bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr gut angenommen wird.

Welche technischen Voraussetzungen benötigen Hybride Tagungen und wie wichtig sind dabei welche Interaktionsmöglichkeiten für Online-Teilnehmer?
Die aktuellen Tools wie Zoom, MS Teams usw. werden fast täglich erweitert und haben in den letzten Monate massiv an Funktionalität gewonnen. Trotzdem sollten man den technischen Aufwand nicht unterschätzen: Angefangen mit einer guten Breitbandanbindung über eine 4K Kamera, mehrere Mikrofonen im Raum bis hin zu Multitouch-Displays braucht es ein perfekt abgestimmtes System, das verlässlich funktioniert. Hier gibt es bereits viele Hotels die aktuell in Infrastruktur investieren und sich so für Hybride Meeting positionieren.

Wie verhindert man eine Zwei-Klassen-Teilnehmerschaft zwischen den „echten" und den Online-Teilnehmern?
Das hängt natürlich stark von der Art der Veranstaltung ab und wie gut auch das Meeting organisiert und geleitet wird. So wird es bei größeren Hybrid-Veranstaltungen neben einem Offline-Moderator auch eine Online-Moderator brauchen, der die Online Teilnehmer einbindet und managt. Natürlich können so aber auch neue und andere Kundenschichten angesprochen werden. Ein Teilnehmer aus Vorarlberg muss nicht mehr extra für eine 1-Tages-Konferenz nach Wien anreisen und verliert dadurch vielleicht noch einmal extra einen halben Tag. Unterm Strich wird der Aufwand für die Veranstalter auf alle Fälle steigen, nicht nur technisch, sondern auch vom Mitarbeitereinsatz.  

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