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Ausbildung 4.0 wird nicht die letzte Stufe bleiben

Erwerb digitaler Kenntnisse und Fähigkeiten als permanenter Prozess

Steffen Rusetzki, Geschäftsführer Bildungszentrum Wolfen-Bitterfeld e.V. Quelle: Bildungszentrum Wolfen-Bitterfeld e.V. Steffen Rusetzki Geschäftsführer Bildungszentrum Wolfen-Bitterfeld e.V. 03.08.2021
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Uwe Rempe
Freier Journalist
Meinungsbarometer.info
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Die Digitalisierung verlangt, "das eigene Wissen permanent auf den Prüfstand zu stellen und zu erweitern", sagt Steffen Rusetzki. Der Geschäftsführer des Bildungsdienstleisters Bildungszentrum Wolfen-Bitterfeld e.V. adressiert damit nicht nur die Azubis, sondern auch das eigene Lehrpersonal sowie die Unternehmen selbst und die Hersteller bzw. Distributoren von digitalen Lösungen.







Wie schätzen Sie den generellen Stand der Digitalisierung in der Berufsausbildung ein?
Wie bereits Konfuzius (chinesischer Philosoph) mit den Worten ´Der Weg ist das Ziel` beschrieb, geht es bei dem Thema der Digitalisierung meiner Sicht nach viel mehr um die Erreichung von Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten im Lernprozess, als die Erreichung eines bestimmten Endergebnisses selbst. Digitalisierung ist sehr facettenreich und über viele Wege möglich, in einigen Ausbildungsberufen per Ausbildungsverordnung des Berufsbildes per se implementiert, in anderen als Hilfe im Prozess des Verstehens komplexerer Zusammenhänge als eine mögliche Expertise zu verstehen. Ja, die Digitalisierung in der Ausbildung hat Einzug gehalten. Das lässt sich durch Klassifikation diverser Ziele mit Sicherheit behaupten, durch den Abgleich von Referenzwerten sogar messen. Einen Endstand wird es aufgrund des technologischen Fortschritts und der ständigen Weiterentwicklung von Technologien und Innovation nicht geben. In der Ausbildung gibt es viele Hard Skills, welche durch digitale Angebote unterstützt, jedoch nicht ersetzt werden können oder haben Sie schon versucht, mit einem Tablet ein Gewinde zu schneiden oder eine Schweißnaht zur Güteprüfung zu brechen?

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Unterstützen und fördern Bund und Länder in ausreichendem Maß die Digitalisierung in der Ausbildung?
Es gibt zahlreiche Hilfsangebote und Förderprojekte der unterschiedlichsten Organisationen. Auch Hersteller und Distributoren bieten vielfältige Beratungen an, um der Digitalisierung in der Ausbildung einen gerechten Fokus zu verleihen. Zu beurteilen, was hier ausreichend ist, obliegt wohl jedem Partner in der dualen Berufsausbildung selbst. Wir konnten zum Thema Digitalisierung schon verschiedene Projekte umsetzen und hierzu auch Förderungen erhalten. Fragen in den einzelnen Phasen – von der Antragstellung bis hin zum Abschluss des Projektes – wurden wurden jederzeit zuverlässig, schnell und vor allem freundlich von allen Beteiligten gelöst. Wir möchten hierfür unseren Dank aussprechen.

Welche Weiterbildungsmaßnahmen müssen wie gefördert werden, damit das erlernte Know-how mit dem technischen Wandel standhält?
Unumgehbar sind die Schulungen der jeweiligen Anbieter der digitalen Neuerung. Auch das lehrende Personal bedarf Schulungen, um dem Stand der Technik gerecht zu werden. Wir haben hier die Erfahrung gemacht, dass die Angebote von Schulungen seitens der Hersteller meist eine sehr große Detailtiefe in ihrem Portfolio mit sich bringen. Natürlich steht am Anfang immer eine Idee, eine Vision, welche Prozesse sinnvoll digitalisiert werden können. Hierfür gibt es verschiedene Plattformen, mit denen man seine Gedanken teilen kann – sehr gern sind auch wir permanent am Austausch über Digitalisierungsprojekt ein der Ausbildung interessiert. Denn Ausbildung 4.0 wird nicht die letzte Stufe des fortlaufenden Prozesses bleiben…

Wie nützlich sind neue Lernformen als Grundlage für die Beherrschung neuer Produktionstechnologien?
Die ständig wachsenden Anforderungen an das Personal in und um Produktionsanlagen machen es auch nach einer erfolgreich abgelegten Berufsausbildung unumgänglich, sein Wissen permanent auf den Prüfstand zu stellen und zu erweitern. Digitale Lernformen finden sich dann spätestens auch hier wieder und bieten gewiss eine gute Grundlage für die Wissensvermittlung. Auch wird die Mensch-Maschine-Interaktion immer „smarter“ und bringt mit neuen, emissionsarmen Technologien und nachhaltigen, ressourceneffizienteren Prozessen Anforderungen mit sich, die der Umwelt, der Gesellschaft und natürlich letztlich auch dem Markt entsprechen.

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