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Interview23.05.2024

Südtirol und die Tourismus Roadmap 2030

Wie die Region Enkel-tauglich werden will

Erwin Hinteregger - CEO, IDM Südtirol – Alto Adige Quelle: IDM / Martina Jaider Erwin Hinteregger CEO IDM Südtirol - Alto Adige
INITIATORIN DIESER FACHDEBATTE
Dipl.- Journ. Nikola Marquardt
Founder & Herausgeberin
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"In Südtirol bildet touristische Nachhaltigkeit schon seit Jahren einen wesentlichen Bestandteil unserer DNA", erklärt Erwin Hinteregger von der Marketinggesellschaft IDM Südtirol. Die Betriebe in der Region bekommen dafür ein eigenes Nachhaltigkeitslabel.





Urlauber legen immer öfter Wert auf Nachhaltigkeit – welche Anstrengungen werden dafür in Ihrer Region unternommen?
In Südtirol bildet touristische Nachhaltigkeit schon seit Jahren einen wesentlichen Bestandteil unserer DNA. Schließlich wollen wir eine intakte und zukunftsfähige Heimat für uns, unsere Kinder und Enkel, aber auch eine nachhaltige Destination für unsere Gäste. Aufbauend auf den Studien zum Status quo sowie unter Einbeziehung aktueller Marktforschungsdaten und Trendstudien hat IDM deshalb das Projekt „Tourismus Roadmap 2030“ gestartet, aus dem das Leitmotiv TourisMUT hervorgegangen ist. Ziel ist es, ein Zukunftsbild für den Südtiroler Tourismus entwerfen, das den Anforderungen der Zeit entspricht und innovativ in die Zukunft blickt. Um den Wandel in Richtung dieser Vision voranzutreiben, hat IDM die Online-Plattform TourisMUT ins Leben gerufen, um Raum für zukunftsorientierte und innovative Projekte zu schaffen und Impulse zu geben.

Südtirols Destinationen und Betriebe ganz konkret auf dem Weg Richtung Enkeltauglichkeit begleiten soll das „Nachhaltigkeitslabel Südtirol“, mit dem IDM 2023 gestartet ist. Das Label ist Teil eines umfassenden Nachhaltigkeitsprogramms und macht ernsthafte Bemühungen um Nachhaltigkeit nach außen sichtbar. Es basiert auf den Kriterien des Global Sustainable Tourism Council (GSTC) und ist international voll anerkannt. Aufgebaut ist das „Nachhaltigkeitslabel Südtirol“ nach einem Drei-Stufen-Modell. Je nachdem, wie viele Kriterien man erfüllt, erreicht man Level 1, 2 oder 3: Je höher die Zahl, desto mehr Nachhaltigkeit ist drin. So können sich Destinationen wie auch Betriebe stufenweise an die höchste Zertifizierungsstufe annähern. Derzeit steht das Label touristischen Betrieben und Destinationen zur Verfügung, eine Ausweitung auf andere Sektoren ist in Arbeit.

Reisende suchen vermehrt nach erschwinglichem Luxus. Was bietet Ihre Region diesbezüglich?
Die Marke Südtirol steht international für hochwertige und nachhaltige Urlaubs-, Genuss- und Lifestyle-Angebote. Unsere Gäste wissen, dass sie in Südtirol nicht nur einen sehr hohen Standard erwarten dürfen, sondern auch unberührte Natur, herzliche Menschen und ein nachhaltiges Reiseziel. Zudem bietet Südtirol ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und zahlreiche familien- und budgetfreundliche Unterkünfte auf Bauernhöfen oder Ferienwohnungen für jeden Geldbeutel.

Immer mehr Reisende suchen im Urlaub das spontane Erlebnis oder kommen nur mit lockeren Reiseplänen. Mit welchen Tools bringen Sie den Gästen in Ihrer Region Überraschendes nahe?
Hier können wir nicht nur auf unsere Südtirol-Info-Seite als gute Informationsquelle verweisen, sondern vor allem auf unsere PR, in der wir bewusst Erfahrungen und Erlebnisse abseits der ausgetretenen touristischen Pfade kommunizieren. Im Sinne einer Entzerrung der Hochsaisonen verzichten wir dabei auf Programme in touristischen Hochsaisonen und auf die Darstellung von Gebieten, die zu bestimmten Zeitpunkten mit übergroßer Nachfrage zu kämpfen haben. Mit diesen Maßnahmen gelingt es uns auch, Südtirol abseits touristischer Wahrnehmung darzustellen, als Brücken-Region zwischen Nord und Süd, als Land mit ausgeprägten Kompetenzen zur Bewirtschaftung alpiner Lebensräume, wie etwa: Apfelwirtschaft und Obstlagertechnik, Holzbau und Seilbahnwirtschaft, Qualitätsstrategien in Sachen Wein und mit einer hohe Dichte an findigen Kleinunternehmer:innen.

Welche weiteren Reise-Trends sehen Sie speziell in Ihrer Region?
Wir sehen eine starke Nachfrage nach authentischen kulinarischen Angeboten aus der Region, wie sie etwa in den Hotelgruppen Vinum Hotels oder Vitalpina Hotels angeboten werden, und ein reges Interesse am Austausch mit der einheimischen Bevölkerung. Das Thema Radtourismus entwickelt sich stark, diesem Trend trägt Südtirol durch das Angebot Bett&Bike Rechnung. Bereits seit dem letzten Sommer sehen wir zudem eine übergroße Nachfrage nach Aufenthalten auf Berghütten, Schutzhütten und Almen, einhergehend mit dem Trend zu alpinen Weitwanderungen, Überschreitungen und Mehrtagestouren. Auch die Nachfrage nach „sanften“ Winterangeboten wie Schneeschuhwandern, Winterwandern, usw. steigt; der Gast sucht zunehmend Entspannung, Ruhe und Auszeit in der Natur.

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