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Interview26.11.2020

LoRaWAN als Standortvorteil in Darmstadt

Welche Anwendungen schon in Betrieb sind - und was folgt

José David da Torre Suárez - Geschäftsführer Digitalstadt Darmstadt GmbH Quelle: Digitalstadt Darmstadt/ Jürgen Mai José David da Torre Suárez Geschäftsführer Digitalstadt Darmstadt GmbH
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Uwe Schimunek
Freier Journalist
Meinungsbarometer.info
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"LoRaWAN ist eine IoT-Technologie, und IoT ist sicherlich das technische Fundament auf dem eine Smart City erbaut wird", betont José David da Torre Suárez, Geschäftsführer Digitalstadt Darmstadt GmbH, die Bedeutung der Übertragungstechnologie. Das Interview hat er unter Mitarbeit des LoRaWAN-Projektleiters Antonio Jorba gegeben.





Sie bauen in Ihrer Region eine LoRaWAN-Infrastruktur auf – warum haben Sie sich für diese Technologie entschieden?
Wir haben uns in der Digitalstadt Darmstadt für LoRaWAN aus mehreren Gründen entschieden. Besonders zu betonen sind dabei der offene Standard, die hohe Ende-zu-Ende Verschlüsselung, das lizenzfreie Funkspektrum, der energiesparsame Betrieb (Batteriebetrieb), dann auch die hohe Gebäudedurchdringung etwa bis tief in den Kanal unter die Erde. Die breite Verfügbarkeit von robusten Sensoren ist ein weiteres Pro-Argument sowie die Tatsache, dass wir beim Ausbau der LoRaWan-Infrastruktur diese ganz eigenständig hosten und bewirtschaften können. Ein wichtiges Element der Daseinsvorsorge bleibt also ganz ohne Anbieterverträge o.ä. in unserer Hand.

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Welche Anwendungen sind auf Basis der Technologie auf kurz- bis mittelfristige Sicht in Ihrer Region denkbar?
Wir haben Anwendungen mit LoRaWan aufgesetzt, die zumeist mit wenig Bandbreite auskommen und die keine latenzfreie Verbindung benötigen. Das geht dann von A wie Abfallcontainer bis Z wie Zoo: In unserem Entsorgungsmanagement sind bspw. Sensoren im Einsatz, die Füllstände in den Containern messen und diese direkt an den Entsorgungsbetrieb senden. Im Zoo messen wir Temperatur und Feuchtigkeit in Terrarien und Vivarien, um die Tierhaltung zu optimieren. Wir denken aber auch weitere Anwendungen derzeit an, wie bspw. Smart Water, Smart Lighting sowie Luftmessungen. Zudem bieten wir unser LoRaWan und die damit verbundenen Möglichkeiten eines IoT (Internet of Things) der lokalen Industrie an, der Landwirtschaft und vielen mehr. Bei diesen Mit-Anwendern entstehen so gänzlich neue Standortvorteile.

Wer wird die Infrastruktur ab wann nutzen können?
Sicherlich sind wir ein Pionier der IoT-Anwendung und -Entwicklung in Deutschland. So nutzen wir die Infrastruktur schon seit längerem in der Wissenschafts- und Digitalstadt Darmstadt als auch in der Umgebung. Die größten Anwendergruppen dabei sind dabei die verschiedenen Organisationseinheiten der Stadt Darmstadt selbst, die Stadtgesellschaften sowie die Betriebe und Konzerne der Stadtwirtschaft. Eine große Gruppe Anwender sind aber auch in unseren vielen lokalen Wissenschaftseinrichtungen und Hochschulen zu finden.

Welche Bedeutung hat die LoraWAN Technologie ganz grundsätzlich auf dem Weg zur Smart City?
LoRaWAN ist eine IoT-Technologie, und IoT ist sicherlich das technische Fundament auf dem eine Smart City erbaut wird. Natürlich benötigt diese aber noch weitere Technologien und somit beschäftigen wir uns selbstverständlich auch mit weiteren Techniken sehr intensiv. Beispielsweise mit Einsatz und Anwendung breitbandiger Vernetzung im IoT. Erst diese vielen Technologien zusammengenommen machen smarte Cities überhaupt denkbar.

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