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Statement19.04.2018

Keine Rundfunkgebühren mehr für Facebook-Unterstützung

ARD und ZDF sollten Zeichen setzen und sich sofort zurückziehen

Heinz-Peter Labonte - Vorsitzender Fachverband Rundfunk- und BreitbandKommunikation (FRK) Quelle: LKS Lauchhammer Heinz-Peter Labonte Vorsitzender Fachverband Rundfunk- und BreitbandKommunikation (FRK)
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Dipl.- Journ. Thomas Barthel
Founder & Herausgeber
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ARD und ZDF sollten  sich sofort aus Facebook zurückziehen. Mit Rundfunkgebühren finanzieren ARD und ZDF seit Jahren den gezielten Ausbau ihrer Reichweite auf Facebook. In dieser Zeit haben sie dem Unternehmen viele Millionen Nutzerdaten ihrer Zuschauer zugeführt, von denen niemand weiß, wie diese verwertet und von wem diese letztlich genutzt werden.

Es kann doch nicht sein, dass Facebook noch länger gebührenfinanziert unterstützt wird und damit die Zuschauer den Missbrauch ihrer eigenen Daten mitfinanzieren. Wenn selbst die Geschäftsführerin von Facebook, Sheryl Sandberg, nicht weiß, welche Daten z.B. Cambridge Analytica abgreift, muss dies für die Gebührenzahler ein Alarmzeichen sein.

ARD und ZDF setzen schon seit Jahren auf Facebook und andere soziale Medien zur Zuschauerbindung und zum Ausbau ihrer Reichweite. Unter fast allen Artikeln und Beiträgen in den Online-Bereichen der öffentlich-rechtlichen Sender befinden sich Links, welche die Zuschauer dazu bewegen sollen, Facebook zu nutzen. Ich wundere mich besonders über die Inkonsequenz der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten: Auf der einen Seite berichten alle ARD-Sender und das ZDF quasi rund um die Uhr über den Skandal, um auf der anderen Seite ihre Zuschauer weiterhin gebührenfinanziert zur Nutzung von Facebook zu verleiten. Dabei geht inzwischen selbst das Bundeskartellamt davon aus, dass Facebook seine Marktmacht gegenüber den Kunden durch die Art und Weise, wie Daten aus Drittquellen gesammelt und verwertet werden, missbraucht.

Zumindest sollten ARD und ZDF ihre Unterstützung von Facebook durch ihr Nutzungsverhalten solange aussetzen, bis der US-Konzern seinen Nutzern endlich völlige Transparenz über die Verwendung der eigenen Daten gewährleistet.

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