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Interview11.01.2022

Für jeden Betrieb die richtige digitale Lösung

Wie digital das Handwerk in Österreich ist und was noch geschehen muss

Prof. Dr. Reinhard Kainz - Geschäftsführer, Bundessparte Gewerbe und Handwerk der Wirtschaftskammer Österreich Quelle: WKÖ/ Weinwurm Prof. Dr. Reinhard Kainz Geschäftsführer Bundessparte Gewerbe und Handwerk der Wirtschaftskammer Österreich
INITIATOR DIESER FACHDEBATTE
Uwe Schimunek
Freier Journalist
Meinungsbarometer.info
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"Die digitale Transformation im österreichischen Handwerk und Gewerbe schreitet zügig voran", schätzt Prof. Dr. Reinhard Kainz von der Wirtschaftskammer Österreich ein. Er nennt konkrete Zahlen und Beispiele für die Digitalisierung des Handwerks in Österreich.





Immer mehr Handwerksbetriebe setzen digitale Technik ein. Wie schätzen Sie den Stand der Digitalisierung bei den Handwerksbetrieben ein?
Die digitale Transformation im österreichischen Handwerk und Gewerbe schreitet zügig voran. Die aktuelle Covid-19-Pandemie hat den digitalen Anwendungen zusätzlich einen „Booster“ verliehen. Nach der IKT-Erhebung in Unternehmen 2021 verfügen demnach 99,2% der Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten in Österreich über einen Internetzugang und 90,2% über eine Website. 62,3% nutzen Social Media und 37% bedienen sich kostenpflichtiger Cloud-Services für IKT-Dienste wie Speicherplatz, Software oder Rechnerkapazitäten. Im gesamten produzierenden Bereich machen 20,9% Verkaufsumsätze über E-Commerce.

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Die meisten Betriebe setzen digitale Tools für Organisations- und  Verwaltungsarbeiten und im Marketing und Vertrieb ein - welche Potenziale sehen sie in digitaler Technik für das Handwerk darüber hinaus?
Ein wichtiges Anwendungsgebiet ist die Vernetzung der verschiedenen – oft gewachsenen – Systeme im Betrieb (z.B. Vernetzung von Produktion, Personalverwaltung, Kalkulation und Rechnungswesen). Beispiele für Potenziale der digitalen Technik im Handwerk sind Konfiguratoren (z.B. im Metall- oder Tischlergewerbe); Building Information Modeling (BIM) im gesamten Bau-, Bauneben-, Ausbaugewerbe bis hin zum Reinigungsgewerbe und Facility Management; 3-D-Druck wird vom Gold- und Silberschmied über den Teiledruck im Metallgewerbe bis hin zur Zahnkrone beim Zahntechniker eingesetzt; die Branche der Gebäudereiniger hat einen Chatbot entwickelt, der zahlreiche Fremdsprachen versteht; bei den orthopädischen Schuhmachern kann ein 3-D-Modell des Fußes mittels elektronischer Druckmessplatten, Videoanalyse und Vollfußscantechnik erstellt und anschließend können Schuheinlagen und Probeschuhe gedruckt werden; bei Solarthermie-Anlagen werden auch von Handwerksbetrieben digitale Zwillinge für die Planung und Überwachung der Anlagen eingesetzt.

Digitaltechnik braucht Investitionen. Wie sollte das Handwerk bei der digitalen Transformation unterstützt werden?
Die Handwerksbetriebe benötigen zur Unterstützung bei der digitalen Transformation Beratung, welche digitale Lösung für den jeweiligen Betrieb passend ist, und eine Investitionsförderung für die Umsetzung. In Österreich besteht dafür „KMU digital“ – als gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort und der Wirtschaftskammer Österreich. Auch die 2021 beantragbare Investitionsprämie, die einen erhöhten Fördersatz für Investitionen im Bereich der Digitalisierung vorsah, war mit einem Gesamtvolumen von rund acht Milliarden Euro ein wichtiger Impuls auch für die digitale Transformation in den Betrieben.

Je größer ein Betrieb ist, desto höher ist auch der Digitalisierungsgrad. Welche besondere Hilfe brauchen gerade kleine Handwerksbetriebe?
Kleinere Unternehmen benötigen Vorbilder und intelligente Lösungen aus ihrer Branche einerseits und für größere Vorhaben die Bereitschaft zur Kooperation mit anderen Betrieben andererseits, um den notwendigen Wissenstransfer zu initiieren und die Investitionskosten zu senken.

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