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Interview02.05.2024

Eine Region in Kärnten will bis 2030 CO2-neutral sein

Wie das Land achtsame Reisende lockt

Klaus Ehrenbrandtner - Geschäftsführer, Kärnten Werbung Quelle: Kärnten Werbung/Johannes Puch Klaus Ehrenbrandtner Geschäftsführer Kärnten Werbung
INITIATORIN DIESER FACHDEBATTE
Dipl.- Journ. Nikola Marquardt
Founder & Herausgeberin
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"Kärntens Natur mit ihrer biologischen Vielfalt, eine verantwortungsbewusste regionale Kulinarik und der behutsame Umgang mit den Ressourcen der Umwelt machen Kärnten zu einem per se attraktiven Ziel für achtsam Reisende", betont Klaus Ehrenbrandtner von Kärnten Werbung. Für die Nachhaltigkeit gibt es etwa eine Klimanudel und das Klimabier - aber noch viel mehr. Und ein passendes Reise-Segment boomt in Kärnten besonders.





Urlauber legen immer öfter Wert auf Nachhaltigkeit – welche Anstrengungen werden dafür in Ihrer Region unternommen?
Ein aus meiner Sicht sehr wahrer Ausspruch zu dem Thema lautet: „Nachhaltigkeit ist kein touristisches Angebot, aber ein touristisches Qualitäts-Produkt ohne Nachhaltigkeit ist nicht mehr wettbewerbsfähig.“ Die Gäste geben hier die Standards vor und diese gehen stetig nach oben.

Kärntens Natur mit ihrer biologischen Vielfalt, eine verantwortungsbewusste regionale Kulinarik und der behutsame Umgang mit den Ressourcen der Umwelt machen Kärnten zu einem per se attraktiven Ziel für achtsam Reisende. Zum Beispiel die Region Nassfeld-Pressegger See / Lesachtal / Weissensee, die seit Jahren als Vorreiter in Bezug auf ehrlichen, nachhaltig gelebten Tourismus gilt und zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat - wie u.a. als „nachhaltigste Tourismusregion Österreichs“. Als offizielles Mitglied der „Alpine Pearls“ hat sich der Naturpark Weissensee sanften Mobilitätskonzepten und klimaneutralen Ferienerlebnissen verschrieben. Zwei Drittel des Seeufers sind unverbaut, autofrei und frei zugänglich. Und als erste Tourismusregion der Welt stellt sich die Region Klimaberg Katschberg der Herausforderung, bis 2030 CO2-neutral zu sein. Dabei wird auf einen CO2-neutralen Urlaub u.a. durch innovative Mobilitätskonzepte, aktiven Klimaschutz auf dem Teller wie die Katschberger Klimanudel und das Klimabier sowie auf unvergessliche Naturerlebnisse gesetzt. Mit Slow Food Kärnten ist Österreichs südlichstes Bundesland bereits seit Jahren Vorreiter einer gelebten nachhaltigen Esskultur. Quer verteilt über das Land haben sich mehr als 3.000 Menschen aus Landwirtschaft, Gastronomie, Tourismus und der Bevölkerung zusammengeschlossen, um die kulinarische Vielfalt zu erhalten und regionale Küche mit Slow Food auf besondere Art und Weise erlebbar zu machen. Federführend sind hierbei die drei Slow Food Travel Regionen. Im Gailtal mit dem Nassfeld und dem Pressegger See, dem Lesachtal und dem Weißensee, im Marktplatz Mittelkärnten und im Lavanttal. Darüberhinaus haben sich zahlreiche Beherbergungsbetriebe in Kärnten dem nachhaltigen und umweltverträglichen Handeln und einem entsprechenden Angebot verschrieben. Über 40 Betriebe (Hotels und Camping) sind auch mit dem österreichischem Umweltzeichen zertifziert.

Reisende suchen vermehrt nach erschwinglichem Luxus. Was bietet Ihre Region diesbezüglich?
Luxus definiert sich unterschiedlich. Für viele Reisende hat sich die Bedeutung von Luxus in den letzten Jahren deutlich geändert. Luxus bedeutet heute sehr oft Zeit zu haben, in die Natur einzutauchen, sich zu erholen und flexibel zu sein, die Leichtigkeit des Seins wieder zu entdecken – unter dem Motto „Alles kann, nichts muss“. Diese Art von Luxus ist in Kärnten auf Schritt und Tritt zu finden, aber natürlich finden unsere Gäste auch das Segment eines „gehobenen“ Urlaubsangebotes in Kärnten vor. Ob 5- oder 4-Sternehotel mit Haubenküche, tollen Spaeinrichtungen, mit perfektem Service und Ambiente – Kärntens Gastgeberinnen und Gastgeber setzen sich mit großem Engagement dafür ein, ihren Gästen ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis zu bieten. Top-Betriebe mit innovativen Angeboten finden sich aber nicht nur in diesen höheren Kategorien, sondern auch zum Beispiel im 3-Stern Boutiquehotel, beim Urlaub am Bauernhof oder am Campingplatz – Stichwort „Glampingurlaub“. Auch hier hat Kärnten hohe Qualität zu bieten.

Immer mehr Reisende suchen im Urlaub das spontane Erlebnis oder kommen nur mit lockeren Reiseplänen. Mit welchen Tools bringen Sie den Gästen in Ihrer Region Überraschendes nahe?
Reisende von heute nehmen sich Zeit, Dinge zu erleben, suchen authentische Begegnungen und möchten das bereiste Land intensiv kennenlernen, nicht nur im gebuchten Hotel am gleichen Ort verweilen. Mit der Kärnten Card beispielsweise geben wir unseren Gästen ein „Sesam öffne dich“ zu Erlebnissen quer durch ganz Kärnten, über 100 der attraktivsten Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten sind hier inklusive. Mit der Prin@home Kärnten Card und der Kärnten Card App lässt sich auch bereits die Anreise flexibel mit ersten Urlaubserlebnissen füllen. Kärnten ist mit seiner Lage im Herzen des Alpe-Adria Raumes ein optimaler Ausgangsort für Ausflüge über die Grenzen -ins benachbarte Friaul-Julisch Venetien und/oder Slowenien, hierhin geht´s auch per Pedes auf dem Alpe Adria Trail.

Immer wieder neue Perspektiven ergeben sich bei einer Radtour auf der Kärnten Seenschleife und ein einzigartiges Eintauchen in die unberührte Natur gibt es bei den „Magischen Momenten“. Ich möchte allen Gästen empfehlen, auf die www.kaernten.at zu schauen und sich hier ganz individuelle Tipps, gerne auch von unserem KI-Concierge, zu holen. Vor Ort bieten dann diverse Tourenportale weitere Möglichkeiten, sich einen Urlaub ganz nach persönlichem Geschmack, nach Lust und Laune, zusammen zu stellen.

Welche weiteren Reise-Trends sehen Sie speziell in Ihrer Region?
Das Thema Erholung steht für die Kärntner Gäste ganz klar auf Platz Nr.1 als Reisemotiv. Erholung und Retreat werden auch weiterhin eine große Rolle spielen. Die Kärnten Werbung hat gemeinsam mit Tourismusregionen bereits im letzten Jahr begonnen, sich diesem Trend intensiv zu widmen und erste Kommunikationsmaßnahmen dazu zu setzen. Während der Auszeit in Kärnten erleben unsere Gäste Kärntens Natur- und Wasserlandschaft, aufgeladen mit regenerativen und präventiven Achtsamkeits-Angeboten und vermittelt durch professionelle Gastgeber. Die Bedürfnisse der Menschen rücken in den Vordergrund. Ziel ist es, für den Herbst 2024 mit neuen Leitprodukten zum Thema „Auszeit auf kärntnerisch“ auf den Markt zu gehen. Ein großes Trendthema ist nach wie vor das Thema Rad, speziell das Gravelbike, das neben dem Genussradfahren und Mountainbiken im Kärntner Radfrühling 2024 eine wichtige Rolle spielt. Radfahren in Kärnten boomt! Hier gab es laut aktueller Gästebefragung eine markante Steigung von 32% in 2019 auf 41% in 2023.

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