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26.06.2019
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DIE GUTEN AUDIO-LEUTE BEIM RADIO HALTEN

Was die Sender den Streamern entgegensetzen müssen

Norbert Grundei, Programmchef von N-JOY

Norbert Grundei, Programmchef von N-JOY [Quelle: N-JOY]


"Ein hoher Anteil der Spotify-Nutzung besteht aus dem, was früher als Tonträger-Nutzung bezeichnet wurde", sagt N-JOY-Programmchef Norbert Grundei. Doch das könnte sich bald ändern. Damit müssen sich die Radiomacher unbedingt auseinandersetzen.


Zweistellige Steigerungsraten bei den Audiostreams laut MA IP Audio – ist die Verbreitung über das Netz die Zukunft für das Radio?
Der Inhalt ist die Zukunft für das Radio. In der Verbreitung dominiert aktuell UKW, das Netz gewinnt an Relevanz - und auch DAB+ wird ein Teil des Distributionsmixes der Zukunft sein.

Bei der aktuellen MA IP kam Spotify mit seinem werbefinanzierten Angebot auf 119 Millionen Streams. Was kann Radio solcher Konkurrenz dauerhaft entgegensetzen?
Ein hoher Anteil der Spotify-Nutzung besteht aus dem, was früher als Tonträger-Nutzung bezeichnet wurde. Das lässt sich nicht mit dem Radio vergleichen. Radiosender mit starken Inhalten, profilierten On-Air-Personalities, gut kuratiertem Musikprogramm, regionaler Aktualität und professioneller Kreativität spielen in einer anderen Kategorie als eine Playlist. Wir müssen uns allerdings schon damit auseinandersetzen, dass Streaming-Dienste zunehmend in die Content-Produktion einsteigen.

Der Spotify-CEO Daniel Ek hat zuletzt bei der Akquisition des Podcast-Unternehmens Gimlet angekündigt, dass er die hohe Radionutzung vom linearen Programm in seinen Streaming-Dienst ziehen will. Das wird er nur mit Inhalten schaffen. Umso wichtiger ist, dass wir hier unsere Stärken stärken und die guten Audio-Leute bei uns halten.