Menue-Button
← FACHDEBATTE
Interview16.04.2020

Bremen gibt 4 Mio für Sonderprogramm zur Hochschul-Digitalisierung aus

Wie die bremischen Hochschulen digitaler werden können

Dr. Claudia Schilling - Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Freie Hansestadt Bremen Quelle: SWH HB Dr. Claudia Schilling Senatorin für Wissenschaft und Häfen Freie Hansestadt Bremen
INITIATORIN DIESER FACHDEBATTE
Dipl.- Journ. Nikola Marquardt
Founder & Herausgeberin
Meinungsbarometer.info
ZUR FACHDEBATTE

"Im Wissenschaftsplan 2025 ist das Thema Digitalisierung als fester Bestandteil in den Bereichen Forschung, Lehre und Verwaltung verankert", sagt die bremische Wissenschafts-Senatorin Dr. Claudia Schilling. In einem Lenkungskreis arbeiten Hochschule und Wissenschaftsbehörde zusammen. Auch ein Sofortprogramm soll nachhaltige Effekte zeigen.





DIESE FACHDEBATTE WIRD PRÄSENTIERT VON



Neue Zielgruppen, individuellere Lehre, schlankere Verwaltung - wo stehen die Hochschulen in Ihrem Bundesland in Sachen Digitalisierung?
Die staatlichen Hochschulen im Land Bremen haben in den vergangenen Jahren entsprechende Strategien und Konzepte entwickelt und auf dieser Basis eine Reihe von Digitalisierungsmaßnahmen durchgeführt. Im Wissenschaftsplan 2025 ist das Thema Digitalisierung als fester Bestandteil in den Bereichen Forschung, Lehre und Verwaltung verankert. Auf dieser Basis ist gemeinsam zwischen der Wissenschaftsbehörde und den Hochschulen ein übergreifender Lenkungskreis auf Leitungsebene zum Thema "Digitalisierung" eingerichtet worden. Eine Reihe von Maßnahmen sind in diesem Zusammenhang in den Bereichen Forschung, Lehre und Verwaltung identifiziert und priorisiert worden.

JETZT HERUNTERLADEN

DIE DOKUMENTATION DIESER FACHDEBATTE

DIE DOKUMENTATION ENTHÄLT

alle Debattenbeiträge ungekürzt im Original
Übersicht aller aktiven Debattenteilnehmer
Summary für Ihr Top-Management
MEHR ERFAHREN


Die Digitalisierung kann den Hochschulbetrieb effizienter machen - zunächst braucht es aber Investitionen. Wie unterstützen Sie die Hochschulen in Ihrem Bundesland dabei?
Die in Frage 1 angesprochenen Maßnahmen zur Digitalisierung auf Basis des Wissenschaftsplans 2025 waren Gegenstand der Haushaltsverhandlungen. Aufgrund der Haushaltslage des Landes können die Maßnahmen jedoch nicht im vollen Umfang umgesetzt werden, sondern nur in Teilen. Da aufgrund der Coronakrise derzeit kein Präsenzlehrbetrieb an den Hochschulen möglich ist, hat der Senat am 7. April ein Sonderprogramm in Höhe von 4 Mio. Euro bewilligt, um die Hochschulen bei der Digitalisierung der Lehre und der Studierendenservices zu unterstützen. Hiermit wird zum einen der besonderen Situation Rechnung getragen, zum anderen geht es uns mit dem Sofortprogramm aber auch darum, die Digitalisierung an den Hochschulen nachhaltig zu unterstützen und damit auch für die Zukunft gerüstet zu sein.

Das digitale Lernen braucht technisch gut ausgerüstete Studierende. Wie lässt sich dabei eine Verstärkung der sozialen Spaltung verhindern?
Die bremischen Hochschulen berücksichtigen bei ihren Digitalisierungsstrategien, dass der Erfolg bei digital gestützter Lehre einerseits von der durch Elternhaus und Schule vermittelten Medienkompetenz und andererseits von der individuell vorliegenden technischen Ausstattung beeinflusst wird. Deshalb stellen alle Hochschulen Angebote zur Vertiefung der Medienkompetenz bereit. Bezüglich der technischen Ausstattung können vor allem eine flächendeckende WLAN-Versorgung auf dem Campus und gut ausgestattete Lernräume und Lerninseln, Studierende unabhängig von den Limitierungen machen, die aus privat bezahlten Telefonverträgen oder häuslichen Lernumgebungen resultieren können. Damit wird ein weiterer Beitrag zur Verringerung der sozialen Spaltung geleistet.

Bei der Digitalisierung setzen die Hochschulen häufig auf Kooperationen, zugleich sollen sie aber ihr Profil im Wettbewerb stärken. Wie lässt sich der Widerspruch von Kooperation und Konkurrenz auflösen?
Gemeinsame Projekte sollten weiterhin hochschulübergreifend geplant und umgesetzt werden, wie beispielsweise die identifizierten und priorisierten Maßnahmen im Rahmen des hochschulübergreifenden Lenkungskreises „Digitalisierung". Auch bundesweite Themen, wie zum Beispiel Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes, bieten sich für eine länderübergreifende Zusammenarbeit, Planung und Umsetzung an. Dies könnte im Rahmen von Gremien und Arbeitsgruppen der Kultusministerkonferenz erfolgen. Individuelle Themen können hingegen dazu dienen, das Profil der Hochschule zu schärfen, individuelle Schwerpunkte zu vertiefen und Stärken auszuspielen.

UNSER NEWSLETTER
Newsletter bestellen JETZT BESTELLEN
■■■ WEITERE BEITRÄGE DIESER FACHDEBATTE

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Prof. Dr. René Matzdorf
Vizepräsident für Studium und Lehre
Universität Kassel

Prof. Dr. René Matzdorf - Vizepräsident für Studium und Lehre, Universität Kassel
Hochschulen | Digitalisierung

Digitales Studium braucht ■ ■ ■

Wie die Uni Kassel sich der digitalen ■ ■ ■

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Prof. Dr. René Matzdorf
Vizepräsident für Studium und Lehre
Universität Kassel

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Dr. Hans Pongratz
CIO
Technische Universität München

Dr. Hans Pongratz - Geschfd. Vizepräsident IT-Systeme & -Dienstleistungen/ Chief Information Officer (CIO), Technische Universität München
Hochschulen | Digitalisierung

TUM AGENDA 2030 stellt als nächstes ■ ■ ■

Wie die TU München mit ihrer IT-Strategie vorankommt

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Dr. Hans Pongratz
CIO
Technische Universität München

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Prof. Dr. Simone Rehm
Prorektorin für Informationstechnologie (CIO)
Universität Stuttgart

Dr. Simone Rehm - Prorektorin für Informationstechnologie (CIO), Universität Stuttgart
Hochschulen | Digitalisierung

Kooperation der Hochschulen bringt ■ ■ ■

Wie die Uni Stuttgart sich dem digitalen Wandel stellt

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Prof. Dr. Simone Rehm
Prorektorin für Informationstechnologie (CIO)
Universität Stuttgart

ZUR FACHDEBATTE

ÜBER UNSERE FACHDEBATTEN

Meinungsbarometer.info ist die Plattform für Fachdebatten in der digitalen Welt. Unsere Fachdebatten vernetzen Meinungen, Wissen & Köpfe und richten sich an Entscheider auf allen Fach- und Führungsebenen. Unsere Fachdebatten vereinen die hellsten Köpfe, die sich in herausragender Weise mit den drängendsten Fragen unserer Zeit auseinandersetzen.

überparteilich, branchenübergreifend, interdisziplinär

Unsere Fachdebatten fördern Wissensaustausch, Meinungsbildung sowie Entscheidungsfindung in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Gesellschaft. Sie stehen für neue Erkenntnisse aus unterschiedlichen Perspektiven. Mit unseren Fachdebatten wollen wir den respektvollen Austausch von Argumenten auf Augenhöhe ermöglichen - faktenbasiert, in gegenseitiger Wertschätzung und ohne Ausklammerung kontroverser Meinungen.

kompetent, konstruktiv, reichweitenstark

Bei uns debattieren Spitzenpolitiker aus ganz Europa, Führungskräfte der Wirtschaft, namhafte Wissenschaftler, Top-Entscheider der Medienbranche, Vordenker aus allen gesellschaftlichen Bereichen sowie internationale und nationale Fachjournalisten. Wir haben bereits mehr als 600 Fachdebatten mit über 20 Millionen Teilnahmen online abgewickelt.

nachhaltig und budgetschonend

Mit unseren Fachdebatten setzen wir auf Nachhaltigkeit. Unsere Fachdebatten schonen nicht nur Umwelt und Klima, sondern auch das eigene Budget. Sie helfen, aufwendige Veranstaltungen und überflüssige Geschäftsreisen zu reduzieren – und trotzdem die angestrebten Kommunikationsziele zu erreichen.

mehr als nur ein Tweet

Unsere Fachdebatten sind mehr als nur ein flüchtiger Tweet, ein oberflächlicher Post oder ein eifriger Klick auf den Gefällt-mir-Button. Im Zeitalter von X (ehemals Twitter), Facebook & Co. und der zunehmenden Verkürzung, Verkümmerung und Verrohung von Sprache wollen wir ein Zeichen setzen für die Entwicklung einer neuen Debattenkultur im Internet. Wir wollen das gesamte Potential von Sprache nutzen, verständlich und respektvoll miteinander zu kommunizieren.