Menue-Button
← FACHDEBATTE
Interview08.05.2024

Besonderes Wachstum bei Camping und Ferienwohnungen

Was Urlauber heute in Tirol suchen und erwarten

Karin Seiler - Geschäftsführerin, Tirol Werbung GmbH Quelle: Tirol Werbung / Blickfang Karin Seiler Geschäftsführerin Tirol Werbung GmbH
INITIATORIN DIESER FACHDEBATTE
Dipl.- Journ. Nikola Marquardt
Founder & Herausgeberin
Meinungsbarometer.info
ZUR FACHDEBATTE

"Nachhaltigkeit ist als wesentliches Thema in unserer Tourismusstrategie Tiroler Weg verankert – in allen drei Dimensionen: ökologisch, sozial und ökonomisch", betont Karin Seiler von der Tirol Werbung. Sie erklärt auch weitere Trends bei Reisenden in ihrem Bundesland.





Urlauber legen immer öfter Wert auf Nachhaltigkeit – welche Anstrengungen werden dafür in Ihrer Region unternommen?
Nachhaltigkeit ist als wesentliches Thema in unserer Tourismusstrategie Tiroler Weg verankert – in allen drei Dimensionen: ökologisch, sozial und ökonomisch. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, haben wir das Kompetenzzentrum Nachhaltigkeit in der Tirol Werbung begründet. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Mobilität. Schließlich haben wir bereits vor mehr als zehn Jahren gemeinsam mit Mobilitätspartnern die Initiative Tirol auf Schiene begonnen, um die Gästeanreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu forcieren. Dazu ist uns schon viel gelungen – beispielsweise mehr Fernverkehrsverbindungen oder attraktive Paketangebote, die Zugticket, Skiticket und Hoteltransfer kombinieren. Mittlerweile ist der Anteil jener Urlauber:innen, die per Bahn anreisen, von fünf auf neun Prozent gewachsen. Im Kongressbereich arbeitet unser Convention Bureau Tirol daran, den Anteil von Green Meetings zu erhöhen. Um dieses Ziel zu erreichen, begleitet und berät das CBT Tagungsveranstalter bei der Umsetzung nachhaltiger Events. Unsere Cine Tirol Film Commission treibt wiederum das Green Filming voran. Das heißt das Team begleitet und unterstützt Filmproduktionen in Tirol, damit diese ihre Filme so klimaneutral wie möglich produzieren. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt der vielfältigen Bemühungen, die wir als Tirol Werbung setzen und die selbstverständlich auch seitens der Regionen und Betriebe vorangetrieben werden.

Reisende suchen vermehrt nach erschwinglichem Luxus. Was bietet Ihre Region diesbezüglich?
Luxus muss nicht immer mit hohen Kosten verbunden sein. Für Menschen aus Großstädten kann es schon Luxus sein, die Stille und Einsamkeit auf Tirols Bergen auszukosten oder die angenehme Kühle unserer alpinen Höhenlagen im Sommer zu genießen. Was wir in diesem Zusammenhang jedenfalls feststellen: Ferienwohnungen erleben eine hohe Nachfrage, Tendenz weiter steigend. Die Appartements gibt es in allen Kategorien – von einfach bis luxuriös. Da ist für jede Geldtasche das passende Angebot vorhanden. Dabei scheint es nicht nur die Ausstattung zu sein, die den Luxus definiert, sondern insbesondere die Möglichkeit, Qualitätszeit mit seinen Liebsten zu verbringen. Auch auf diese Weise ist erschwinglicher Luxus möglich.

Immer mehr Reisende suchen im Urlaub das spontane Erlebnis oder kommen nur mit lockeren Reiseplänen. Mit welchen Tools bringen Sie den Gästen in Ihrer Region Überraschendes nahe?
Die besten Tipps haben in der Regel die Tiroler Gastgeberinnen und Gastgeber für ihre Gäste parat und bringen ihnen Überraschendes sowie Geheimtipps näher. Schließlich sind mehr als 90 Prozent der Tiroler Tourismusbetriebe familiengeführt, die Menschen in der Region verankert und kennen die Gegend meist von Kindheit an. Ein weiteres wesentliches Mittel, um die vielfältigen Möglichkeiten unserer Tourismusregionen kurzfristig zu entdecken, sind die Gästekarten, die in den Regionen zur Verfügung stehen. Mit diesen erleben Gäste nicht nur die Highlights, sondern entdecken durchaus auch Ungewöhnliches. Das gilt insbesondere dann, wenn sich das Wetter nicht von seiner besten Seite zeigt und es regenfeste Alternativen braucht.

Welche weiteren Reise-Trends sehen Sie speziell in Ihrer Region?
Insbesondere seit der Corona-Pandemie sehen wir ein starkes Wachstum bei den Campinggästen. Das gilt nicht nur für den Sommer, sondern selbst für den Winter, der in der aktuellen Saison ein Wachstum von 20 Prozent bei den Nächtigungen auf Campingplätzen gebracht hat. Die Lust auf Freiheit und Natur erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Unser Land bietet einen idealen Resonanzboden für diese Sehnsuchtsmotive. Was ebenfalls im Trend liegt und die Menschen nach Tirol bringt, ist die Verbindung von Stadt und Berg, wie das beispielsweise Innsbruck oder Kufstein ideal bieten. Diese Kombination von urbanem Umfeld und alpiner Natur liegt sonst kaum irgendwo so nahe beisammen. Was wir ebenfalls feststellen: Menschen werden nicht nur immer älter, sondern bleiben gerade im Urlaub auch länger aktiv. Diese Entwicklung bedingt es, unsere Produkte an die Bedürfnisse der Menschen anzupassen. Um ein konkretes Beispiel aus dem Winter zu geben: Die sogenannte Silver Society geht weiterhin Skifahren, verbringt allerdings nur einen Teil der Zeit auf der Piste. Wichtig sind daher ergänzende Angebote – von Wellness über Kulinarik bis hin zu Veranstaltungen.

■■■ WEITERE BEITRÄGE DIESER FACHDEBATTE

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Mag. Michael Duscher
Geschäftsführer
Niederösterreich-Werbung GmbH

Mag. Michael Duscher, Geschäftsführer der Niederösterreich-Werbung GmbH
Reise | Urlaub

Über das Authentische in Niederösterreich

Wie das Bundesland sich für Reisende aufstellt

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Mag. Michael Duscher
Geschäftsführer
Niederösterreich-Werbung GmbH

WERBUNG

EMPFEHLUNGEN FÜR ENTSCHEIDER

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Christoph Gösel
Geschäftsführer
Thüringer Tourismus GmbH

Christoph Gösel - Geschäftsführer, Thüringer Tourismus GmbH
Reise | Urlaub

Thüringen setzt auf Erholung abseits ■ ■ ■

Wie das Bundesland inmitten Deutschlands bei ■ ■ ■

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Christoph Gösel
Geschäftsführer
Thüringer Tourismus GmbH

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Erwin Hinteregger
CEO
IDM Südtirol - Alto Adige

Erwin Hinteregger - CEO, IDM Südtirol – Alto Adige
Reise | Urlaub

Südtirol und die Tourismus Roadmap 2030

Wie die Region Enkel-tauglich werden will

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Erwin Hinteregger
CEO
IDM Südtirol - Alto Adige

ZUR FACHDEBATTE

ÜBER UNSERE FACHDEBATTEN

Meinungsbarometer.info ist die Plattform für Fachdebatten in der digitalen Welt. Unsere Fachdebatten vernetzen Meinungen, Wissen & Köpfe und richten sich an Entscheider auf allen Fach- und Führungsebenen. Unsere Fachdebatten vereinen die hellsten Köpfe, die sich in herausragender Weise mit den drängendsten Fragen unserer Zeit auseinandersetzen.

überparteilich, branchenübergreifend, interdisziplinär

Unsere Fachdebatten fördern Wissensaustausch, Meinungsbildung sowie Entscheidungsfindung in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Gesellschaft. Sie stehen für neue Erkenntnisse aus unterschiedlichen Perspektiven. Mit unseren Fachdebatten wollen wir den respektvollen Austausch von Argumenten auf Augenhöhe ermöglichen - faktenbasiert, in gegenseitiger Wertschätzung und ohne Ausklammerung kontroverser Meinungen.

kompetent, konstruktiv, reichweitenstark

Bei uns debattieren Spitzenpolitiker aus ganz Europa, Führungskräfte der Wirtschaft, namhafte Wissenschaftler, Top-Entscheider der Medienbranche, Vordenker aus allen gesellschaftlichen Bereichen sowie internationale und nationale Fachjournalisten. Wir haben bereits mehr als 600 Fachdebatten mit über 20 Millionen Teilnahmen online abgewickelt.

nachhaltig und budgetschonend

Mit unseren Fachdebatten setzen wir auf Nachhaltigkeit. Unsere Fachdebatten schonen nicht nur Umwelt und Klima, sondern auch das eigene Budget. Sie helfen, aufwendige Veranstaltungen und überflüssige Geschäftsreisen zu reduzieren – und trotzdem die angestrebten Kommunikationsziele zu erreichen.

mehr als nur ein Tweet

Unsere Fachdebatten sind mehr als nur ein flüchtiger Tweet, ein oberflächlicher Post oder ein eifriger Klick auf den Gefällt-mir-Button. Im Zeitalter von X (ehemals Twitter), Facebook & Co. und der zunehmenden Verkürzung, Verkümmerung und Verrohung von Sprache wollen wir ein Zeichen setzen für die Entwicklung einer neuen Debattenkultur im Internet. Wir wollen das gesamte Potential von Sprache nutzen, verständlich und respektvoll miteinander zu kommunizieren.