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Statement09.08.2023

30 Milliarden Euro für einzigartige Halbleiterwerke in Europa

Warum die Silicon Junction für Intel und Europa wichtig ist

Sonja Pierer, Country Manager Intel Germany Quelle: Intel Corporation Sonja Pierer Country Manager Intel Deutschland
INITIATOR DIESER FACHDEBATTE
Uwe Rempe
Freier Journalist
Meinungsbarometer.info
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Intel investiert in Magdeburg in großem Maßstab – aber auch im polnischen Wrocław sowie im irischen Leixlip. „Mit diesem einzigartigen Kapazitätskorridor gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einer widerstandsfähigeren Lieferkette für Europa“, erklärt Sonja Pierer, Country Manager Intel Germany.





Der Aufbau der ‚Silicon Junction' in Magdeburg ist für Intels Wachstumsstrategie von entscheidender Bedeutung. Zusammen mit den bereits etablierten Werken in Irland und der angekündigten Investition in Wrocław, Polen, schafft Intel einen beispiellosen Kapazitätskorridor – von der Waferproduktion bis hin zu fertig verarbeiteten Produkten. Dies stellt einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer ausgewogenen und widerstandsfähigen Lieferkette für Europa dar. In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, Bundeskanzler Olaf Scholz und der Landesregierung von Sachsen-Anhalt, wollen wir die Vision einer dynamischen, nachhaltigen und führenden Halbleiterindustrie in Deutschland und der EU verwirklichen.

Intel und die Bundesregierung haben am 19. Juni 2023 eine überarbeitete Absichtserklärung für Intels geplanten hochmodernen Wafer-Fertigungsstandort in Magdeburg unterzeichnet. Die Vereinbarung umfasst Intels erweiterte Investitionen in den Standort, die sich nach neuen Schätzungen auf mehr als 30 Milliarden Euro für zwei in Europa bisher einzigartige Halbleiterwerke belaufen sollen, sowie eine verstärkte staatliche Unterstützung, die Anreize umfasst, die den erweiterten Umfang und die veränderten wirtschaftlichen Bedingungen seit der ersten Ankündigung der Investition widerspiegeln.

Intel hatte das Grundstück für das Projekt im November 2022 erworben. Die erste Anlage wird voraussichtlich vier bis fünf Jahre nach der Genehmigung des Förderpakets durch die Europäische Kommission in Produktion gehen. Angesichts des aktuellen Zeitplans und des Umfangs der Investition plant Intel, in den Einrichtungen fortschrittlichere Technologie einzusetzen als ursprünglich vorgesehen. Der Standort Magdeburg wird Intel und Kunden der Intel Foundry Services bedienen.

Die Investition von Intel wird nicht nur in Magdeburg und Sachsen-Anhalt, sondern im ganzen Land und in der gesamten Europäischen Union zu wirtschaftlichen Nutzen mit sich bringen. Zusammen mit Intels bestehender Wafer-Fertigungsanlage in Irland und der kürzlich angekündigten Montage- und Testanlage in Polen wird der neue Wafer-Fertigungsstandort in Magdeburg eine einzigartige, hochmoderne End-to-End-Wertschöpfungskette für die Halbleiterfertigung in Europa schaffen, die europäische Kunden bedient und dazu beiträgt, die Ambitionen der EU für eine widerstandsfähigere Halbleiterlieferkette zu erfüllen.

Die Silicon Junction wird als Verbindungspunkt für andere Innovations- und Produktionszentren im ganzen Land und in der Region dienen und die Entwicklung eines breiten Ökosystems von Zulieferern und Unternehmen in der gesamten Technologiebranche fördern. Es wird erwartet, dass der Standort im Laufe der ersten Bauphase 7.000 Arbeitsplätze im Baugewerbe, etwa 3.000 dauerhafte High-Tech-Arbeitsplätze bei Intel und Zehntausende von zusätzlichen Arbeitsplätzen im gesamten Ökosystem der Branche schaffen wird.

Intel hat sich verpflichtet, die Silicon Junction im Einklang mit seinen Nachhaltigkeitszielen für 2030 zu entwickeln, einschließlich des Erreichens eines positiven Nettowasserverbrauchs durch Einsparung, Recycling und Rückgewinnung von Wasser und der Finanzierung lokaler Wasserprojekte, die dazu beitragen, mehr Süßwasser wiederherzustellen, als die Intel-Einrichtungen verbrauchen. Darüber hinaus hat sich Intel zum Ziel gesetzt, seine weltweiten Fertigungsbetriebe mit 100 Prozent erneuerbarer Energie zu versorgen und den Abfall auf Deponien auf Null zu reduzieren.

Deutschland verfügt über weltbekannte Universitäten und technische Ausbildungsprogramme sowie eine Tradition von Innovation und Ingenieurskunst, die es zur Heimat einiger der erfolgreichsten und angesehensten Unternehmen der Welt gemacht haben, darunter viele der wichtigsten Kunden und Partner von Intel. Wie an seinen anderen großen Standorten weltweit plant Intel, eng mit lokalen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Schulungsprogrammen zusammenzuarbeiten, um eine vielfältige Belegschaft weiterzuentwickeln, die den Standort erfolgreich macht und dazu beitragen kann, den Gesamtpool an Innovatoren, Unternehmern und Visionären zu vergrößern, die die digitale und grüne Zukunft Europas vorantreiben werden.

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