Menue-Button
← FACHDEBATTE Interview

Verkehrspolitiker prognostiziert Bestand für Rundfunkdienste

Warum sich der Verkehrsfunk im Radio mit anderen digitalen Technologien besonders gut ergänzt

Arndt Klocke, MdL und Sprecher für Verkehr, Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung Vorsitzender des Ausschusses für Innovation, Wissenschaft und Forschung, Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag NRW Quelle: Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag NRW Arndt Klocke MdL Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag NRW 13.09.2016
INITIATOR DIESER FACHDEBATTE
Uwe Schimunek
Freier Journalist
Meinungsbarometer.info
ZUR FACHDEBATTE

"Rundfunkbasierte Technologien sind für die Kommunikation von Verkehrswarnungen oder Staus im Wesentlichen über das Radioprogramm wie auch durch Übertragung in Navigationsgeräte interessant. Sie dürften sich mit anderen digitalen Technologien ergänzen." Das sagt der verkehrspolitische Sprecher der Grünen in NRW, Arndt Klocke. Was sonst noch alles gegen die lästigen Staus hilft, verrät der Politiker im Interview auf Meinungsbarometer.info.







Welche Möglichkeiten bieten digitale Technologien für die Stau-Warnung? Und wie werden diese in Ihrem Bundesland genutzt, bzw. sollten genutzt werden?
Digitale Technologien spielen für die Stauwarnung eine große Rolle. Dies betrifft sowohl die Erhebung, Aufbereitung und Kommunikation von Verkehrsdaten als auch die Möglichkeit zur frühzeitigen Stauprognose auf Basis von Erfahrungswerten. Nordrhein-Westfalen ist auf einem guten Weg: 2015 wurde die Verkehrsleitzentrale in Leverkusen eingeweiht. Im Internet sind Baustellen, Prognosen etc. einfach einsehbar. Über die in den letzten Jahren massiv ausgebauten dynamischen Verkehrszeichen kann auch optisch vor Ort schnell vor Staus gewarnt werden. Aufgrund des stetigen Wandels auch in der technologischen Entwicklung ergeben sich immer neue Herausforderungen. Eine davon ist es, die verschiedenen Datenquellen unter Beachtung des Datenschutzes zu verschneiden und zu verfeinern.

Welche Rolle spielen rundfunkbasierte Technologien für die Verkehrssicherheit und die Stauvermeidung?
Rundfunkbasierte Technologien sind für die Kommunikation von Verkehrswarnungen oder Staus im Wesentlichen über das Radioprogramm wie auch durch Übertragung in Navigationsgeräte interessant. Sie dürften sich mit anderen (digitalen) Technologien ergänzen.

In einzelnen Bundesländern gibt es ein ausgeklügeltes Baustellenmanagement für Autobahnen. Wie ist das in Ihrem Bundesland? Bzw. wie sollte es sein?
Nordrhein-Westfalen verfügt als in großen Teilen dicht besiedelter Ballungsraum über ein engmaschiges Verkehrsnetz und komplexe Verkehrsströme. Hinzu kommen die verschiedenen Baulasten für Straßen und die verschiedenen Finanzierungswege sowie die Wechselwirkungen mit anderen Verkehrsträgern. Baustellenmanagement ist hier schwierig. Es ist gut, dass Straßen.NRW die Bundesfernstraßen betreut. Die Pläne der Bundesregierung für eine eigene Autobahngesellschaft würden bedeuten: Noch ein Player im Spiel, weniger Synergien, mehr Abstimmungsprobleme.
Das Baustellenmanagement in Nordrhein-Westfalen entwickelt sich. Ich sehe hier noch Verbesserungsmöglichkeiten. Die dafür notwendigen Prozesse werden nun in die Arbeit von Straßen.NRW implementiert. Es finden beispielsweise Regionalkonferenzen zur Abstimmung der Baustellenplanung statt. Dies gilt es auszubauen. Die u. a. dafür notwendigen Stellen wurden in den letzten Jahren wieder erhöht. Ein Ziel sollte es sein, während Bauarbeiten an Straßen Alternativen z. B. im Umweltverbund (ÖPNV, Rad) stärker einzubeziehen und noch einmal besonders zu fördern.

Im kommenden Jahr geht das automatische Notrufsystem eCall an den Start. Die anfallenden Daten könnten auch zur Stauvermeidung genutzt werden – wie stehen Sie dazu?
E-Call wurde durch die Europäische Union mit der Begründung der schnellen Hilfe bei Unfällen eingeführt. Die weiteren Potenziale der technischen Infrastruktur waren dabei Gegenstand von Debatte und Warnungen. Entsprechend sehe ich jede Initiative zur Ausweitung der E-Call-Funktionen sehr kritisch. Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und Datenschutz hat dabei Priorität.

UNSER NEWSLETTER

Newsletter bestellen JETZT BESTELLEN

■■■ WEITERE BEITRÄGE DIESER FACHDEBATTE

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Michael Groschek
Minister
Landesregierung NRW

Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
Politik | Auto

NRW senkt Unfallquote mit moderner ■ ■ ■

Minister Groschek über die Vorteile digitaler ■ ■ ■

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Michael Groschek
Minister
Landesregierung NRW

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Andreas Becker
MdL
SPD-Fraktion im Landtag NRW

Andreas Becker, MdL, SPD-Landtagsfraktion NRW
Datendienste | Politik

Politik stärkt dem Verkehrsfunk den Rücken

Wieso das Radio künftig für die ■ ■ ■

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Andreas Becker
MdL
SPD-Fraktion im Landtag NRW

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Klaus Voussem
Sprecher
CDU-Landtagsfraktion NRW

Klaus Voussem, Verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion NRW
Datendienste | Politik

Verkehrspolitiker fordert ■ ■ ■

Warum dafür die modernsten digitalen Instrumente ■ ■ ■

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Klaus Voussem
Sprecher
CDU-Landtagsfraktion NRW

ZUR FACHDEBATTE

ÜBER UNSERE FACHDEBATTEN

Meinungsbarometer.info ist die Plattform für Fachdebatten in der digitalen Welt. Unsere Fachdebatten vernetzen Meinungen, Wissen & Köpfe und richten sich an Entscheider auf allen Fach- und Führungsebenen. Unsere Fachdebatten vereinen die hellsten Köpfe, die sich in herausragender Weise mit den drängendsten Fragen unserer Zeit auseinandersetzen.

überparteilich, branchenübergreifend, interdisziplinär

Unsere Fachdebatten fördern Wissensaustausch, Meinungsbildung sowie Entscheidungsfindung in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Gesellschaft. Sie stehen für neue Erkenntnisse aus unterschiedlichen Perspektiven. Mit unseren Fachdebatten wollen wir den respektvollen Austausch von Argumenten auf Augenhöhe ermöglichen - faktenbasiert, in gegenseitiger Wertschätzung und ohne Ausklammerung kontroverser Meinungen.

kompetent, konstruktiv, reichweitenstark

Bei uns debattieren Spitzenpolitiker aus ganz Europa, Führungskräfte der Wirtschaft, namhafte Wissenschaftler, Top-Entscheider der Medienbranche, Vordenker aus allen gesellschaftlichen Bereichen sowie internationale und nationale Fachjournalisten. Wir haben bereits mehr als 600 Fachdebatten mit über 20 Millionen Teilnahmen online abgewickelt.

nachhaltig und budgetschonend

Mit unseren Fachdebatten setzen wir auf Nachhaltigkeit. Unsere Fachdebatten schonen nicht nur Umwelt und Klima, sondern auch das eigene Budget. Sie helfen, aufwendige Veranstaltungen und überflüssige Geschäftsreisen zu reduzieren – und trotzdem die angestrebten Kommunikationsziele zu erreichen.

mehr als nur ein Tweet

Unsere Fachdebatten sind mehr als nur ein flüchtiger Tweet, ein oberflächlicher Post oder ein eifriger Klick auf den Gefällt-mir-Button. Im Zeitalter von X (ehemals Twitter), Facebook & Co. und der zunehmenden Verkürzung, Verkümmerung und Verrohung von Sprache wollen wir ein Zeichen setzen für die Entwicklung einer neuen Debattenkultur im Internet. Wir wollen das gesamte Potential von Sprache nutzen, verständlich und respektvoll miteinander zu kommunizieren.