Vom Marketing bis zum Stadtrundgang per App verändert die Digitalisierung den Städtetourismus. Welche digitalen Angebote sind derzeit Ihre wichtigsten? (Bzw.: Welche herausragenden Projekte planen Sie in nächster Zukunft?)
Das wichtigste digitale Medium der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg (CTZ) ist die kürzlich gerelaunchte Homepage tourismus.nuernberg.de im Responsive Webdesign, d.h. sie ist auf allen mobilen Endgeräten abrufbar. Geplant ist darüber hinaus eine „Around-Me“-Funktion, die den Touristen über GPS Restauranttipps, Sehenswürdigkeiten, Hotels etc. in der unmittelbaren Umgebung einspielt. Außerdem wird es einen Newsroom auf der Homepage geben, in dem alle für Nürnberg touristisch relevanten Beiträge aus den Social Media Kanälen gebündelt dargestellt werden. Darüber hinaus bespielt die CTZ alle gängigen Social Media Kanäle und betreut Blogger, die vorab entsprechend der Marketingthemen und relevanten Quellmärkte durch die CTZ identifiziert werden.
Gerade der Tourismus zu klassischen Sehenswürdigkeiten spricht oft ältere Zielgruppen an. Über welche digitalen Wege sprechen Sie diese an?
Die Nutzung des Internets auf mobilen Endgeräten findet inzwischen in jeder Altersgruppe statt. Rund 25% der über 50-Jährigen greifen von ihrem Smartphone oder Tablet unterwegs auf Inhalte des Internets zu. Durch die Umstellung der Homepage tourismus.nuernberg.de ins Responsive Webdesin werden alle Altersgruppen angesprochen.
Das Bundesverkehrsministerium plant nach Medienberichten ein bundesweites E-Ticket für den ÖPNV. Inwieweit kann das den Städte-Tourismus voranbringen? (Bzw.: Schadet es eventuell sogar, weil es Hürden für bestimmte Zielgruppen schaffen könnte?)
Die Bahn ist mit 10% das drittwichtigste Anreisemittel für Touristen nach Nürnberg, sodass ein bundesweites E-Ticket als positiv bewertet werden kann.
Mit Share-Plattformen erwächst den Hotels Konkurrenz durch Privatübernachtungen. Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich daraus für Ihre Stadt?
Aus touristischer Sicht sieht die CTZ das Angebot von Sharing Plattformen als Ergänzung zum bestehenden Angebot der Hotels.



