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21.08.2019
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MEHR HÖRER DANK DAB+

Wie ENERGY ÖSTERREICH den Bundesmux kurz nach dem Start bewertet

Alexander Wagner - Geschäftsführer, ENERGY ÖSTERREICH, N&C Privatradio Betriebs GmbH

Alexander Wagner - Geschäftsführer, ENERGY ÖSTERREICH, N&C Privatradio Betriebs GmbH [Quelle: ENERGY ÖSTERREICH/ Sulzi]


"Unser erfolgreiches ENERGY Programm wird erfahrungsgemäß sehr schnell in neuen Sendegebieten angenommen", sagt Alexander Wagner - Geschäftsführer, ENERGY ÖSTERREICH. Schon nach kurzer Zeit sind tatsächliche erste Hörerzuwächse zu verzeichnen. Für die europäische Radiomarke ENERGY ist die Art der Verbreitung von linearem Radio in Zukunft natürlich ein wichtiges Thema.


In Österreich ist unlängst ein nationaler DAB+ Mux auf Sendung gegangen – wie ist die erste Resonanz aus Ihrer Sicht?
Obwohl der Sendebetrieb erst Ende Mai startete, konnten wir bereits im aktuellen Radiotest erste Hörerzuwächse in Bundesländern wie Oberösterreich und Vorarlberg, die wir terrestrisch ausschließlich via DAB+ versorgen, verzeichnen. Unser erfolgreiches ENERGY Programm wird erfahrungsgemäß sehr schnell in neuen Sendegebieten angenommen.

Schon im Vorfeld meldete der Handel eine starke Nachfrage nach Empfangsgeräten – wie sieht es mit der Marktdurchdringung inzwischen aus?
Dazu habe ich leider keine gesicherten Daten.

Künftig müssen Autoradios in Neuwagen DAB+ empfangen können. Wie sieht es in Österreich mit der Verfügbarkeit des digitalen Radios auf Autobahnen und Fernstraßen aus?
Genau aus diesem Grund lag einer der Schwerpunkte  des nationalen DAB+ Netzes in Österreich auf einem einwandfreien Empfang auf den wichtigsten Verkehrsadern Österreichs.

Derzeit sind neun private Programme im Bundesmux zu empfangen – inwieweit ist dieses Angebot hinreichend, um DAB+ in Österreich zum Durchbruch zu verhelfen?
Das nationale DAB+ Bouquet bietet den Hörern eine abwechslungsreiche und qualitativ exzellente Auswahl. Neun neue private Radiosender sind in zahlreichen Sendegebieten ein Vielfaches des bisherigen Angebots. ENERGY ist als Europas führendes Radio ein ganz entscheidendes Argument für die werberelevante Zielgruppe, ihr Audioentertainment auch via DAB+ zu konsumieren.

In Norwegen wurde UKW bereits abgeschaltet, in Deutschland sorgt eine Entscheidung des Niedersächsischen Landtages gegen DAB+ für einen Rückschlag – wie sehen Sie die Zukunft des digitalen Radiostandards im europäischen Kontext?
Neben UKW und Internet ist DAB+ einer der drei Hauptverbreitungskanäle für Audio-Unterhaltungsunternehmen. Jede der drei Technologien hat ihre eigenen Vor- und Nachteile für Rundfunkveranstalter und -nutzer und sie ergänzen sich als Pfeiler eines funktionierenden Rundfunkmarktes. Deshalb spreche ich mich klar gegen eine Abschaltung von UKW aus.

Das politische Umfeld in Europa – Stichwort European Electronics Communications Code (ECC) - legt nahe, dass DAB+ in den kommenden Jahrzehnten ein ernstzunehmender Rundfunkstandard in Europa ist. Kostenloser digitaler linearer Rundfunk ohne Zwischenhändler zwischen Rundfunkanstalten und Hörern ist eines der wichtigsten Medienthemen der Zukunft. Dementsprechend ist neben DAB+ langfristig  auch der 5G-FeMBMS-Standard in Release 14 von 3GPP von höchster Wichtigkeit, da dieser freies Broadcasting ohne Datenverbrauch über 5G ermöglicht. Hier muss der Gesetzgeber seine Verantwortung gegenüber dem Bürger wahrnehmen und darf nicht die Telekommunikationsunternehmen, die an jedem Bit & Byte verdienen wollen, die Spielregeln festlegen lassen. Denn sonst müssen am Ende des Tages die Bürger die Rechnung dafür zahlen.