Vom Marketing bis zum Stadtrundgang per App verändert die Digitalisierung den Städtetourismus. Welche digitalen Angebote sind derzeit Ihre wichtigsten? Bzw.: Welche herausragenden Projekte planen Sie in nächster Zukunft?
Unsere vollständig im Responsive Webdesign gestalteten Internetseiten sind der Mittelpunkt unseres digitalen Auftritts. Hier findet der potentielle Besucher sowohl aktuelle als auch alle wichtigen Basisinformationen und Services. Für Special Interest Themen bieten wir zielgruppenorientierte Apps an: „Hannover Living“ informiert junge Städtereisende über urbane Themen abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten. Die App „HannoverPRO“ orientiert sich an den Bedürfnissen und Anforderungen, die internationale Geschäftsreisende haben. Diese App wird im Google Play Store bzw. App Store des jeweiligen Landes automatisch in Landessprache angeboten, und liefert Informationen zu aktuellen Messen, Anfahrt, Unterkunft sowie zum Standort Region Hannover. Eine Veranstaltungs-App zum Maschseefest bietet mit einer Übersichtskarte und dem aktuellen Tagesprogramm alle Informationen, die die Besucher vor Ort benötigen. Jede unserer Apps bündelt demnach nutzerorientierte Informationen, für einen genaueren und schnelleren Zugriff, leitet jedoch in sehr flacher Navigation auf die Responsive Internetseite weiter. Ein aktiver Auftritt bei Facebook und Instagram rundet den digitalen Auftritt ab. Derzeit arbeiten wir an 360° Aufnahmen, um auch im Vorfeld ein noch besseres Bild der Region Hannover liefern zu können.
Gerade der Tourismus zu klassischen Sehenswürdigkeiten spricht oft ältere Zielgruppen an. Über welche digitalen Wege sprechen Sie diese an?
Neben der in diesem Segment starken Ansprache über die klassischen Printmedien, wird diese Zielgruppe ebenfalls mit dem Hinweis auf unsere Internetseite angesprochen. Diese bietet nebendem responsive Webdesign eine nahezu vollständige Barrierefreiheit. Aktuelle entstehen 360° Aufnahmen unserer Sehenswürdigkeiten, die schon im Vorfeld einen sehr emotionalen Eindruck von Hannover ermöglichen.
Das Bundesverkehrsministerium plant nach Medienberichten ein bundesweites E-Ticket für den ÖPNV. Inwieweit kann das den Städte-Tourismus voranbringen? Bzw.: Schadet es eventuell sogar, weil es Hürden für bestimmte Zielgruppen schaffen könnte?
Die Zielgruppe, die ihren Fokus auf ökologisches und nachhaltiges Reisen legt, ist sehr wichtig für Hannover. Die Innenstadt und besonders auch die Region verfügen über ein hervorragendes ÖPNV Verkehrsnetzund bietet gerade auch für Besucher und Gäste spezielle, attraktive Angebote. Daher sehen wir diesen Planungen grundsätzlich sehr positiv entgegen. Je nachdem, wie die genaue Umsetzung geplant ist, ist es dann an den einzelnen Akteuren vor Ort, dieses Ticket den unterschiedlichen Zielgruppen gut zugänglich zu machen.
Mit Share-Plattformen erwächst den Hotels Konkurrenz durch Privatübernachtungen. Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich daraus für Ihre Stadt?
„Messe Muttis“ – ein vor 60 Jahren typisch hannöversch geprägter Begriff! Gerade zu Messe- und Kongresszeiten hat die Unterbringung in Privatunterkünften eine lange, positive Tradition in der Region Hannover und bietet dringend benötigte, zusätzliche Unterkünfte. Durch unsere eigene Privatzimmervermittlung erleben wir jedoch auch außerhalb dieser Hochzeiten einen Trend zu privaten und persönlichen Unterkünften. Diese ermöglichen preisbewussten und individual Reisenden eine attraktive Möglichkeit, Hannover auf eine etwas andere Art zu besuchen und kennen zu lernen.



