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Interview13.06.2016

Fritz kündigt Snapchat-Aktivitäten an

Was die Jungendwelle des rbb mit Videos, Apps usw. macht

Karen Schmied, Programmchefin von Fritz, dem Jugendradio des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) Quelle: rbb/Jenny Sieboldt Karen Schmied
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Alexander Hiller
Redakteur
Meinungsbarometer.info
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Mit "Radio Krause" hat Fritz ein eigenes You-Tube-Format. Karen Schmied, Programmchefin beim Jugendradio des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) findet es wichtig, "online und mobil-online gut auffindbar zu sein und mit den visuellen Inhalten die Hörer im besten Fall emotional zu binden." 





Webcam im Studio, Clips von Gästen – welche visuellen Inhalte braucht das moderne Radio heute und in Zukunft?
Die Nutzung von Bewegtbild im Netz steigt weiterhin rasant an. Radiosender sollten die Chance nutzen und entsprechend ihrem Markenkern visuelle Inhalte produzieren und verbreiten. Wichtig ist es, online und mobil-online gut auffindbar zu sein und mit den visuellen Inhalten die Hörer im besten Fall emotional zu binden. Dass das Radio als Audio-Medium ausstirbt glaube ich nicht, bin aber überzeugt, dass die Verbreitung neue Wege braucht – und sie auch schon längst eingeschlagen hat.

BBC-Moderator Greg James bricht mit einem Video mit Talyor Swift gerade Click-Rekorde. Welche besonderen Videoformate gibt es in Ihrem Hause?
Fritz bietet Bewegtbild zu einigen Themen an, die auch im linearen Radioprogramm stattfinden. Die Videos stehen programmbegleitend auf der eigenen Homepage und auf dem Fritz-Youtube-Kanal. Zusätzlich denken wir aber auch an die jungen Hörer, die bei Youtube regelmäßig unterwegs sind. Für sie produzieren wir Inhalte von Programm-Personalities im gängigen Wochenturnus. „Radio Krause“ beispielsweise hat einen eigenen Fritz-Youtube Kanal. David Krause, einer unserer Moderatoren der „Radiofritzen am Morgen“ hat dieses Format über das Arbeiten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk erdacht, und wir entwickeln es weiter.

Nutzen Sie Meerkat, Periscope oder ähnliche Streaming-Apps – und wenn ja für welche Übertragungen?
Wir haben hier einiges in langen und kurzen Versionen ausprobiert; von Übertragungen von Radiointerviews mit Künstlern bis hin zu Unterrichtsstunden, die Fritz mit Rappern und Schülern veranstaltet hat. Wir Radiomacher lieben ja den sauberen Ton, der in diesen Anwendungen nicht immer gut herzustellen ist. Fritz probiert weiter punktuell aus, und wir lernen dazu.

Der neuste Social-Media-Hype ist der Versand von Bildern oder Clips über Snapchat. Wie ist Ihr Haus auf Snapchat unterwegs?
Snapchat ist für Fritz interessant, da diese App in der jungen Zielgruppe weiter an Bedeutung gewinnt. Es geht uns darum, auf den neuen und zunehmend genutzten Apps, Communities etc. mit einem durchdachten Konzept zu handeln. Also was will Fritz dort eigentlich zeigen und erreichen (von Regelmäßigkeit und Häufigkeit über klare Inhalte, wie sie optisch aufbereitet sind bis zum Workflow in der Redaktion)? Das Konzept steht nun auch für Snapchat fest, und Fritz wird dort in Kürze ebenfalls aktiv werden.

Wie muss sich die Ausbildung von Radiojournalisten für die Produktion multimedialer Inhalte künftig ändern?
Die Ausbildungen der rbb-Volontäre über die ems ist seit langem multimedial. Zudem arbeiten wir in der Redaktion mit vergleichsweise kleinen Kameras, GoPros oder Handys, mit denen wir mittlerweile Videos und auch Live-Schalten umsetzen können. Die Fritz-Redaktion ist jung, und es gibt bereits viele „digital natives“ unter uns. Wie wir unsere Inhalte (im Rahmen der rechtlich beschränkten Möglichkeiten) ins Netz und die Social-Media-Kanäle bringen können, denken wir immer mit.

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