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Interview08.12.2023

Dresden sieht sich bei Digitalisierung europaweit gut aufgestellt

Was die Stadt schon getan hat - und nun plant

Jan Pratzka - Wirtschaftsbürgermeister, Stadt Dresden Quelle: Stadt Dresden Jan Pratzka Wirtschaftsbürgermeister Stadt Dresden
INITIATOR DIESER FACHDEBATTE
Uwe Schimunek
Freier Journalist
Meinungsbarometer.info
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"Die Landeshauptstadt Dresden hat beginnend mit 2022 eine Smart City Strategie erstellt", erklärt der Dresdner Wirtschaftsbürgermeister Jan Pratzka. Eine ganze Reihe von Projekten waren da bereits bearbeitet. Nun kommen neue hinzu. Die Erfahrungen will die Stadt mit anderen deutschen Kommunen teilen.





Ihre Stadt gehört zu den smartesten in Deutschland. Welche Anstrengungen haben Sie in der letzten Zeit dafür unternommen?
Die Landeshauptstadt Dresden hat beginnend mit 2022 eine Smart City Strategie erstellt, welche im Juni 2023 vom Stadtrat beschlossen wurde. Methodisch wurde dabei mit der Technischen Universität Dresden zusammengearbeitet, welche zu Beginn des Prozesses einen Smart City Radar für Dresden erhoben hat. Es wurde offensichtlich dass über 50 Projekte und Themen durch eine Vielzahl von Partnern bereits bearbeitet wurden, welche thematisch in eine "Smart City" gehören. Gleichwohl war daraus ebenso die Notwendigkeit einer einheitlichen strategischen Orientierung deutlich geworden.

Mit dem Beschluss der Smart City Strategie für die Landeshauptstadt Dresden wurden Modellmaßnahmen beschlossen, welche nun in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen im Rahmen des Förderprogramms "Smart Cities" durchgeführt werden und beispielgebend für deutsche Städte sein werden.

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Welche Projekte wollen Sie als nächstes angehen?
Unter dem Vorbehalt der Bewilligung des Fördermittelgebers wird eine vorläufige Liste konkreter Maßnahmen für die Umsetzung vorgeschlagen, deren Auswahl in einem mehrstufigen Diskussions-, Abstimmungs- und Reflexionsprozess erfolgte. Diese empfohlenen Maßnahmen sind als „work in progress“ und ihre Bezeichnungen als Arbeitstitel zu verstehen.

Sie werden im Zuge der Umsetzung der Smart-City-Strategie mit allen Beteiligten, dem Fördermittelgeber wie auch der Koordinierungs- und Transferstelle der Smart-City-Modellprojekte konkretisiert und weiterentwickelt.

Die zur Umsetzung vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen vorläufig folgende
Projekte:
1. Cleema – Digitale Plattform zur Motivation nachhaltigen Verhaltens in der Stadtbevölkerung
2. Umweltmonitoring – Erstellung eines digitalen 3D-Stadtzwillings u. a. zur Vorhersage von Unwetterereignissen
3. Verkehrsmanagementsystem – Intelligente Integration von Verkehrsinfrastrukturen und intermodaler Mobilität
4. Strategisches Erhaltungsmanagement – Zustandserfassung, Planung und Erhaltung urbaner Infrastrukturen
5. Energieautarkes Wohnen – Konzeption eines energieautarken Wohnquartiers für den Dresdner Osten
6. Smartes Energiemodell – Lastspitzenmanagement im Umfeld des städtischen Klinikums Friedrichstadt
7. Open Data – Bereitstellung und Nutzbarmachung offener Daten für Bewohner, Wirtschaft und Verwaltung
8.  Smart Participation – Digitales Beteiligungskonzept und Bürgerlabor
9. Digitaler Sportpark – Digitale Lösung für das Raum- und Nutzungsmanagement im Sportpark im Ostragehege
Aber auch an weiteren Projekten, wie einer selbstbestimmten, digitalen Identität für Bürger unter dem Arbeitstitel "Dresden-Karte" wird gearbeitet.

Das Ranking betrachtet deutsche Städte - wie sehen Sie Ihre Kommune im Europa-weiten Vergleich aufgestellt?
So eine systematische Erhebung, wie das Smart City Ranking des Branchenverbandes Bitkom in Deutschland gibt es auf europäischer Ebene nicht, sodass eine Verortung nicht ganz so leicht ist. Aus dem Engagement in der europäischen Städtevereinigung Eurocities sowie aus den Erfahrungen auf Europas größter Messe für Smart Cities, dem Smart City Expo World Congress sehen wir uns aber auch europaweit gut aufgestellt.

Welche Unterstützung würden Sie sich bei Ihren Maßnahmen von Land, Bund und EU wünschen?
Im Rahmen des erwähnten Smart Cities Förderprogramm des Bundes erfolgt bereits eine finanzielle Unterstützung der aufgezeigten Maßnahmen sowie ein intensiver Austausch mit den Beteiligten. So wird voraussichtlich im Juni 2024 in Dresden eine Smart Cities Regionalkonferenz gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen ausgerichtet. Im Gegenzug werden die Erkenntnisse und Ergebnisse aus Dresden für weitere Städte in Deutschland zur Verfügung gestellt. Wir wünschen uns, dass dieser intensive Austausch fortgesetzt und ggf. noch weiter intensiviert wird.

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