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Interview08.06.2016

Dortmund auf gutem Weg zur flächendeckenden Ladeinfrastruktur

Wie die Ruhrmetropole nachhaltige Verkehrsträger künftig verknüpfen will

Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund Quelle: Stadt Dortmund Ullrich Sierau Oberbürgermeister Stadt Dortmund
INITIATOR DIESER FACHDEBATTE
Alexander Hiller
Redakteur
Meinungsbarometer.info
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Die Stadt Dortmund ist bereits seit 2012 auf gutem Weg, eine flächendeckende Ladeinfrastruktur für Elektroautos aufzubauen. Das bestätigt jetzt im Interview auf Meinungsbarometer.info der Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Ullrich Sierau. Auch in Bezug auf den weiteren Ausbau der Elektromobilität im Taxigewerbe ist Sierau aufgeschlossen. Denn die Ruhrmetropole will alle nachhaltigen Verkehrsträger künftig intelligent verknüpfen.





Stuttgart fördert ab 2016/17 Elektro-Taxis. Was halten Sie von dieser Idee?
Bereits in 2012 wurde die Idee der Elektro-Taxis gemeinsam mit der IHK zu Dortmund, der Taxi-Genossenschaft und der RWE Effizienz GmbH als größtem Anbieter von Ladeinfrastrukturen diskutiert. Zu diesem Zeitpunkt begann der Aufbau einer flächendeckenden (halb)öffentlichen Ladeinfrastruktur in Dortmund, so jeder Elektromobilist innerhalb von 10 min einen Ladepunkt erreichen konnte (aktuell: 180 Ladepunkte inkl. privater Lademöglichkeiten). Darunter befinden sich auch vier ChaDeMo-Schnellladestationen an zentralen Punkten der Stadt, so dass entsprechend ausgerüstete e-Fahrzeuge innerhalb von 20 min wieder über 80 % Batteriekapazität verfügen kann. Für die typische Taxi-Fahrt ist dies vollkommen ausreichend. Wenn die Fahrten aber in die Region gehen, kann es zu Versorgungsengpässen kommen, weil die verschiedenen Ladeinfrastrukturanbieter über unterschiedliche Zugangssysteme verfügen.

Mit welchen Ideen und Programmen fördert die Stadt Dortmund die Digitalisierung und die E-Mobilität des Stadtverkehrs?
Dortmund nutzt die durch das EMoG gegebenen Möglichkeiten zur Förderung der Elektromobilität. Das Laden an der Säule oder das Parken auf Sonderflächen wird aber nicht zeitlich begrenzt werden. Auch werden zum Teil Einfahrtsbeschränkungen für e-Fahrzeuge aufgehoben werden. Im Rahmen der „smart city“ Initiative Dortmund wird eine engere Verknüpfung nachhaltiger Verkehrsträger beabsichtigt. Beispielhaft sind hier der ÖPNV, das e-Carsharing oder das MetropolRad Ruhr genannt.

Welche Chancen räumen Sie der E-Mobilität für das Taxigewerbe ein und welche Chancen ergeben sich für den Stadtraum der Zukunft?
Das Taxigewerbe steht unter großem Wettbewerbsdruck. Die vielen Einzelunternehmer haben nicht das Kapital, um ein e-Fahrzeug zu finanzieren. Zudem ist das Angebot an Größe und Reichweite (>300 km) der Fahrzeuge nicht ausreichend. Hier bedarf es einer gemeinsamen Handels auch mit den Nutzern, insbesondere den Unternehmen, den Hotels und der Gastronomie, um die Akzeptanz zu erhöhen. Mit dem PLUS-Taxi wurde dieser Weg bereits erfolgreich beschritten. Parallel müsste auch die Schnellladeinfrastruktur an weiteren Knotenpunkten ausgebaut werden bzw. ein einheitlicher Standard in der Region geschaffen werden.

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