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Interview09.06.2016

Deutscher Städtetag begrüßt Ausbau der E-Mobilität

Warum die Städte jetzt in den Ausbau öffentlicher Ladeinfrastrukturen investieren müssen

Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages Quelle: Deutscher Städtetag Helmut Dedy Hauptgeschäftsführer Deutscher Städtetag
INITIATOR DIESER FACHDEBATTE
Alexander Hiller
Redakteur
Meinungsbarometer.info
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Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, begrüßt den Ausbau von E-Mobilität in den Städten. "E-Mobilität ist wünschenswert, weil sich damit die Luftqualität in den Städten verbessert und Lärmbelastungen sinken". Doch damit die E-Mobilität eine echte Erfolgsgeschichte wird, müssen viele Städte kräftig in eine flächendeckende öffentliche Ladeinfrastruktur investieren.





Stuttgart fördert ab 2016/17 Elektro-Taxis. Was hält der Deutsche Städtetag von dieser Idee und inwiefern ist ein flächendeckendes E-Taxinetz überhaupt realistisch mit Blick auf die fehlende Ladeinfrastruktur?
Der Deutsche Städtetag begrüßt den Ausbau von E-Mobilität in den Städten. Dazu zählt auch die Förderung von Elektro- und Plug-In-Hybrid-Taxis in Stuttgart. E-Mobilität ist wünschenswert, weil sich damit die Luftqualität in den Städten verbessert und Lärmbelastungen sinken. E-Mobilität kommt als umweltfreundliche Alternative für den Individualverkehr ebenso in Frage wie für ÖPNV und Taxi, für Fuhrparks von Firmen und öffentlicher Hand oder auch für den Liefer- und Dienstleistungsverkehr auf den letzten Kilometern zur Kundschaft oder zu Geschäften.

Mit welchen Ideen und Programmen fördert der Deutsche Städtetag die Digitalisierung und die E-Mobilität des Stadtverkehrs?
Der Deutsche Städtetag engagiert sich unter anderem in der Initiative „Digitale Vernetzung des Öffentlichen Verkehrs“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur ebenso wie in der Nationalen Plattform Elektromobilität. Die Städte sehen die Ausweitung der Elektromobilität in engem Zusammenhang mit einer integrierten Stadtentwicklung, bei der zahlreiche Faktoren zusammen gedacht und berücksichtigt werden, darunter auch der anhaltende Megatrend der Digitalisierung.

Welche Chancen räumen Sie der städtischen E-Mobilität ein und welche Chancen ergeben sich für den Stadtraum der Zukunft?
Die E-Mobilität bietet große Chancen. Wer umweltfreundliche elektrische ÖPNV-Angebote wie S-Bahnen, U-Bahnen und Straßenbahnen sehr umfassend benutzen soll, erwartet allerdings in Zukunft an den Haltestellen optimal passende, umweltfreundliche Anschlussangebote. Dazu zählen elektrisch betriebene Taxen ebenso wie beispielsweise elektrische Carsharing-Fahrzeuge oder Leih-E-Bikes. Und damit diese auch fahren können, brauchen wir in den Städten eine öffentliche Ladeinfrastruktur, wie sie schon heute z. B. in Berlin, Stuttgart, München, Dortmund, Düsseldorf, Braunschweig, Augsburg engagiert vorangetrieben wird. Insofern ist es konsequent und richtig, dass der Bund 300 Millionen Euro für den Aufbau von Ladeinfrastruktur zur Verfügung stellt.

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