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Interview08.06.2016

Deutscher Städte- und Gemeindebund macht sich für E-Taxen stark

Wie der Verband die Digitalisierung als Basis für intelligente und smarte Lösungen in den Städten und im ländlichen Raum nutzen will

Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer Deutscher Städte- und Gemeindebund e.V. Quelle: Deutscher Städte- und Gemeindebund e.V. Dr. Gerd Landsberg Hauptgeschäftsführer Deutscher Städte- und Gemeindebund
INITIATOR DIESER FACHDEBATTE
Alexander Hiller
Redakteur
Meinungsbarometer.info
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Der Deutsche Städte- und Gemeindebund  vertritt die Interessen  von ca. 14.000 Städten und Gemeinden. Jetzt meldet sich der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Dr. Gerd Landsberg, zu Wort und fordert das städtische Klima durch den Einsatz von Elektro-Taxis zu verbessern. Umso mehr begrüßt er die Stuttgarter Initiative zur Förderung von E-Taxis.





Stuttgart fördert ab 2016/17 Elektro-Taxis. Was halten Sie von dieser Idee? Inwiefern ist ein flächendeckendes E-Taxinetz überhaupt realistisch mit Blick auf die fehlende Ladeinfrastruktur?
E-Taxis können helfen, Feinstaub- und Stickoxidbelastung in den Städten zu reduzieren. Das ist gut für das städtische Klima, in Stuttgart ganz besonders, das aufgrund seiner Kessellage besondere Probleme mit der Feinstaubbelastung hat. Die Umweltzonen haben den gewünschten Erfolg nicht erreicht. Der Einsatz von E-Taxis kann auch unter dem Gesichtspunkt ein Baustein sein, die Stadt für Einwohner und Touristen attraktiver machen. Da im Praxistest von E-Taxen in Stuttgart über 95 Prozent der Fahrten in einem 10 Kilometer-Radius stattfanden, ist ein flächendeckendes Netz von Ladepunkten nicht unbedingt zwingende Voraussetzung für den Einsatz von E-Taxen. Es kommt darauf an, anzufangen!

Mit welchen Ideen und Programmen fördert der DStGB die Digitalisierung und die E-Mobilität des Stadtverkehrs?
Wir setzen uns seit langem dafür ein, die Digitalisierung als Basis für intelligente, smarte Lösungen in den Städten und im ländlichen Raum zu nutzen. Der Mobilitätsbereich spielt dabei eine besondere Rolle, weil die Digitalisierung die Grundlage für umwelt- und platzsparende Verkehrslösungen sein kann, die die Lebensqualität in den Städten erhöht. Dabei geht es übrigens nicht allein um E-Autos, sondern um die Vernetzung verschiedener Verkehrsmittel. Hier ist die Digitalisierung der Schlüssel. Informationen und Buchung auf einen Blick mit einem Klick ist das Ziel. Ob das das nun ein E-Auto, ein Bus, die Tram oder das Fahrrad ist, steht dabei nicht so sehr im Vordergrund.

Welche Chancen räumen Sie der städtischen E-Mobilität ein und welche Chancen ergeben sich für den Stadtraum der Zukunft?
Die E-Mobilität hat sehr gute Chancen ein wesentlicher Baustein für  eine saubere und umweltschonende Mobilität in den Städten zu sein.  E-Bikes erleben einen Boom- völlig ohne Subventionen. Die Verkaufszahlen liegen mittlerweile bei über 500.000 pro Jahr. Auch die Stadt- und Straßenbahnen dürfen nicht vergessen werden. Ohne diese Form der E-Mobilität wäre der Stillstand im Verkehr allgegenwärtig. Ein besonderes Potenzial sehen wir bei den städtischen Lieferverkehren, bei den Handwerkern und Paketdiensten, die ja relativ kurze Strecken, aber häufig in den Städten fahren. Ich glaube, dass hier eine Förderung umweltschonender Fahrzeuge wie bei den E-Taxen sinnvoll sein kann, da auch der Umweltaspekt am ehesten eine Wirkung hätte.  

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