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Interview16.06.2020

Bundesregierung fordert bei DAB+ im Auto das Einhalten von Standards

Bei Antennen setzt Staatsministerin Bär auf Markttransparenz

Dorothee Bär - MdB, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung Quelle: Bundesregierung/ Jesco Denzel Dorothee Bär Staatsministerin Bundesregierung
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Dipl.- Journ. Nikola Marquardt
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"Im Gegensatz zu UKW wurde bei DAB+ der mobile Empfang von Anfang an mitgedacht", sagt Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung, Dorothee Bär. Mit Blick auf eine Untersuchung des RBT Nürnberg, die Unterschiede beim DAB+ Empfang bei verschiedenen Automodellen festgestellt hat, betont sie, dass die Hersteller gefordert seien, die entsprechenden Standards einzuhalten.





Untersuchungen des RBT Nürnberg haben ergeben, dass die getesteten Auto-Modelle erhebliche Empfangs-Unterschiede beim Digitalradiostandard DAB+ aufweisen. Was bedeuten die prognostizierten Empfangs-Aussetzer für den digitalen Radiostandard?
Im Gegensatz zu UKW wurde bei DAB+ der mobile Empfang von Anfang an mitgedacht. Dementsprechend gab und gibt es Empfehlungen und Mindeststandards für das Empfangsverhalten sowohl von mobilen als auch von stationären Empfängern. Die Hersteller sind gefordert, die Standards einzuhalten.
 
Inwieweit sehen Sie die Ziele der kommenden europäischen Digitalradio-Pflicht im Lichte der RBT-Untersuchung gefährdet?
Die Ausrüstungspflicht für Fahrzeuge geht zurück auf den europäischen Kodex für die elektronische Kommunikation. Seit Ende 2018 steht fest, dass sie ab dem 21. Dezember 2020 europaweit greift. Da DAB+ schon seit einigen Jahren ausgestrahlt wird und entsprechende Autoradios angeboten werden, sind Lieferschwierigkeiten oder Probleme bei der Ausrüstung eher nicht zu erwarten.
 
Nach den Untersuchungen rühren die Probleme u.a. von der Art und Platzierung der verbauten Antennentechnik her. Braucht es dafür eine gesonderte Regulierung?
Die Art der Antenne und deren Platzierung beeinflusst auch die Ästhetik. Ich halte deshalb nichts von detaillierten Vorgaben in Bezug auf die Art und die Platzierung der Antenne. Vielmehr sehe ich Markttransparenz und die angesprochenen Empfehlungen und Mindeststandards als Mittel zum Erfolg, damit Verbraucherinnen und Verbraucher eine informierte Entscheidung treffen können. Daher begrüße ich auch Untersuchungen und Vergleiche sowie die bestehenden Gütesiegel in diesem Bereich.

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