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23.02.2020
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BEACHTLICHER RAUMKLANG DANK PSYCHOAKUSTIK

Wie sich Soundbars in Sachen Filmton schlagen

Sebastian Drawert, General Manager Marketing, Lautsprecher Teufel GmbH

Sebastian Drawert, General Manager Marketing, Lautsprecher Teufel GmbH [Quelle: Teufel]


"Das Mittendrin-Gefühl eines echten Mehrkanalsystems kann auch der beste virtuelle Raumklang nicht ersetzen", sagt Sebastian Drawert, General Manager Marketing, Lautsprecher Teufel GmbH. Allerdings haben moderne Soundbars auch viele Vorteile - und klingen beachtlich gut.


Soundbars sollen den Fernsehton verbessern, ohne zu viel Platz im Wohnzimmer wegzunehmen. Inwieweit stellen die Soundbars eine echte Alternative zur klassischen Surround-Anlage dar?
Das Mittendrin-Gefühl eines echten Mehrkanalsystems kann auch der beste virtuelle Raumklang nicht ersetzen. Aber moderne Soundbars liefern dank fortschrittlicher Psychoakustik und seitlich abstrahlenden Tönern einen beachtlich räumlichen Klang – und das, ohne dass man sich sechs Lautsprecher ins Wohnzimmer stellt. Am Ende kommt es auf die Platzsituation und den Anspruch des Kunden an.

Soundbars haben regelmäßig Eingänge für Audio-Devices – wird die Stereoanlage gleich mit überflüssig?
Für viele Kunden wird die Anlage im Wohnzimmer durchaus überflüssig, lassen sich doch etliche Musikquellen anschließen. Eine Soundbar kann aber keine großen Standlautsprecher ersetzen. Auch hier ist es eine Frage des Anspruchs. Für Musik zwischendurch ist die Soundbar perfekt, weil man ja meist nicht einmal einen physischen Eingang braucht, sondern einfach die Musik per Bluetooth kabellos zur Soundbar streamt.

Einzelne Soundbars haben den Basslautsprecher im Gehäuse. Welche Vor- und Nachteile haben solche Soundplates oder Sounddecks?
Klarer Vorteil sind der Wegfall eines separaten Basslautsprechers (Subwoofer) und die einfache Aufstellung: Fernseher hochheben, Sounddeck drunter schieben, Fernseher drauf stellen – fertig. Vorteil eines separaten Subwoofers ist die Positionierung im Raum, durch die man den Klang im Raum beeinflussen kann. Hier geht es um die Raumakustik – je nach Position des Subwoofers kann es passieren, dass der Bass kaum hör- und spürbar ist.

Wenn es möglich ist, immer besseren TV-Klang mit immer kleineren Anlagen zu erzeugen, warum werden nicht einfach bessere Audio-Lösungen in den Screen integriert?
Werden sie, aktuell aber nur in wenigen Top-Modellen. Bei Hoch- und Mitteltönern ist ein gutes Ergebnis auch im TV-Gehäuse möglich – echter Bass braucht jedoch Volumen, das in den flachen Geräten einfach nicht vorhanden ist. Zuletzt dürfte auch die hohe Preissensibilität bei Fernsehern eine entscheidende Rolle spielen. Wer schon eine gute Soundanlage hat, wird kaum einsehen, einige hundert Euro mehr für einen gut klingenden TV hinzublättern.