Menue-Button
← FACHDEBATTE
Interview12.07.2016

Vorerst keine Livespiele der 3. Liga im HR

Warum der Hessische Rundfunk erst abwarten will, ob die regionalen Teams oben mitspielen

hr-Sportchef Ralf Scholt Quelle: hr/Benjamin Knabe Ralf Scholt Sportchef Hessischer Rundfunk
INITIATOR DIESER FACHDEBATTE
Alexander Hiller
Redakteur
Meinungsbarometer.info
ZUR FACHDEBATTE

Ralf Scholt ist einer der erfolgreichsten und bekanntesten deutschen Sportjournalisten. Als Sportchef des Hessischen Rundfunks entscheidet er mit darüber, ob und wann der Sender Drittligaspiele live sendet. Warum der HR zunächst zurückhaltend plant, erklärt der Sportexperte im Interview auf Meinungsbarometer.info.





In welchem Umfang planen Sie in der Saison 2016/17 Live-Übertragungen aus der 3. und 4. Liga?
Gegenwärtig gibt es noch keine konkrete Planung. Sollten der SV Wehen Wiesbaden oder der FSV Frankfurt oben mitspielen und diese Mannschaften Aufstiegschancen haben, würden wir gegen Ende der Saison bei absoluten Spitzenspielen über die Option einer Live-Übertragung im Fernsehen nachdenken.

Nach welchen Kriterien wählen Sie Spiele für Live-Übertragungen per Stream, oder im TV-Programm aus?
Für das Fernsehen gelten die Faktoren: Erreicht das Spiel voraussichtlich ein ähnlich großes Zuschauerinteresse, das die Regelsendung normalerweise hat? Ist das Spiel von überragender Bedeutung? Bei einem Live-Stream-Angebot richten wir uns an diese Kriterien: Ist ein Spiel ein Sportschauspiel, das heißt, gibt es einen zusammenfassenden Bericht in der Sportschau um 18 Uhr, haben wir ohnehin einen erhöhten Produktionsaufwand. Dann können wir ein Spiel praktisch ohne Mehrkosten auch streamen. Sportschauspiele werden in aller Regel gestreamt. Ein weiteres Kriterium: Spielt der SV Wehen Wiesbaden bzw. der FSV Frankfurt zum Beispiel gegen Rostock, erwarten wir uns bei einem Stream viele Klickzahlen von Rostock-Fans, welche die weite Reise scheuen.

Wenn die Spiele nicht live gezeigt werden, in welcher Form berichten Sie dann von der 3. und 4. Liga?
Im hr-fernsehen werden Spiele in Magazin-Zusammenfassungen in der Sendung "Heimspiel am Samstag" um 17 Uhr gezeigt. Im Ersten wird über drei Top-Spiele der 3. Liga samstags ab 18 Uhr in der Sportschau berichtet.

In welcher Art und welchem Umfang berichten Sie in Ihren Hörfunk-Programmen von der 3. und 4. Liga?
Über die 3. Liga berichten wir live in hr-iNFO und in Form von Nachrichten-Flashes und O-Tönen sowie in hr1 täglich um 16.30 Uhr mit einer kompakten Sportübersicht und ebenfalls mit O-Tönen. Die 4. Liga begleiten wir im Hörfunk nicht.

Welche Bedeutung haben die Traditionsvereine für Reichweite und Zuschauerbindung?
Traditionsvereine haben eine große Bedeutung, da der SV Wehen Wiesbaden aber kein Traditionsverein in dem Sinne ist und die Anhängerschaft des FSV Frankfurt nach wie vor „ausbaufähig“ ist, können wir nur auf den Gastverein hoffen. Wir würden sicher immer eher ein Spiel der beiden hessischen Drittligisten gegen einen starken Traditionsverein im Stream übertragen als zum Beispiel die Partie Wehen gegen Sonnenhof Großaspach.

■■■ WEITERE BEITRÄGE DIESER FACHDEBATTE

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Thomas Oelmayer
Recht & Öffentlichkeitsarbeit
SSV Ulm 1846 Fussball

Thomas Oelmayer, SSV Ulm 1846 Fußball e.V., Vorstand Öffentlichkeitsarbeit & Recht
Streaming | Programme | Sport

Konzerne und Mittelständler achten ■ ■ ■

Wie in Ulm die ganze Region von höherklassigem ■ ■ ■

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Thomas Oelmayer
Recht & Öffentlichkeitsarbeit
SSV Ulm 1846 Fussball

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Philipp Herrnberger
Geschäftsführer
VfB Oldenburg von 1897

Philipp Herrnberger, Geschäftsführer beim VfB Oldenburg von 1897 e.V.
Streaming | Programme | Sport

Live-Fußball im TV steigert ■ ■ ■

Warum für den VfB Oldenburg Medienpräsenz ■ ■ ■

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Philipp Herrnberger
Geschäftsführer
VfB Oldenburg von 1897

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Sven-Uwe Kühn
Geschäftsführer
Chemnitzer FC

Sven-Uwe Kühn, Geschäftsführer Chemnitzer FC e.V.
Streaming | Programme | Sport | ARD

Bogen bei Live-Übertragungen darf ■ ■ ■

Warum für den CFC dennoch die positiven Aspekte ■ ■ ■

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Sven-Uwe Kühn
Geschäftsführer
Chemnitzer FC

ZUR FACHDEBATTE

ÜBER UNS

Meinungsbarometer.info ist die Plattform für Fachdebatten in der digitalen Welt. Unsere Fachdebatten vernetzen Meinungen, Wissen & Köpfe und richten sich an Entscheider auf allen Fach- und Führungsebenen. Unsere Fachdebatten vereinen die hellsten Köpfe, die sich in herausragender Weise mit den drängendsten Fragen unserer Zeit auseinandersetzen.

überparteilich, branchenübergreifend, interdisziplinär

Unsere Fachdebatten fördern Wissensaustausch, Meinungsbildung sowie Entscheidungsfindung in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Gesellschaft. Sie stehen für neue Erkenntnisse aus unterschiedlichen Perspektiven. Mit unseren Fachdebatten wollen wir den respektvollen Austausch von Argumenten auf Augenhöhe ermöglichen - faktenbasiert, in gegenseitiger Wertschätzung und ohne Ausklammerung kontroverser Meinungen.

kompetent, konstruktiv, reichweitenstark

Bei uns debattieren Spitzenpolitiker aus ganz Europa, Führungskräfte der Wirtschaft, namhafte Wissenschaftler, Top-Entscheider der Medienbranche, Vordenker aus allen gesellschaftlichen Bereichen sowie internationale und nationale Fachjournalisten. Wir haben bereits mehr als 600 Fachdebatten mit über 20 Millionen Teilnahmen online abgewickelt.

nachhaltig und budgetschonend

Mit unseren Fachdebatten setzen wir auf Nachhaltigkeit. Unsere Fachdebatten schonen nicht nur Umwelt und Klima, sondern auch das eigene Budget. Sie helfen, aufwendige Veranstaltungen und überflüssige Geschäftsreisen zu reduzieren – und trotzdem die angestrebten Kommunikationsziele zu erreichen.

mehr als nur ein Tweet

Unsere Fachdebatten sind mehr als nur ein flüchtiger Tweet, ein oberflächlicher Post oder ein eifriger Klick auf den Gefällt-mir-Button. Im Zeitalter von X (ehemals Twitter), Facebook & Co. und der zunehmenden Verkürzung, Verkümmerung und Verrohung von Sprache wollen wir ein Zeichen setzen für die Entwicklung einer neuen Debattenkultur im Internet. Wir wollen das gesamte Potential von Sprache nutzen, verständlich und respektvoll miteinander zu kommunizieren.