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Interview15.06.2018

Serious Games und KI als Handwerkszeug für Lehrer

Wie moderne Technologien das Lernen verändern können

Hendrik Rump, Gründer und Geschäftsführer Quantumfrog GmbH Quelle: Quantumfrog Hendrik Rump Gründer und Geschäftsführer Quantumfrog GmbH
INITIATOR DIESER FACHDEBATTE
Uwe Schimunek
Freier Journalist
Meinungsbarometer.info
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KI-Technologien "können für Lernspiele, die auf Schüler ausgerichtet sind, genutzt oder auch in Unternehmen zur betrieblichen Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern eingesetzt werden" nennt Hendrik Rump die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Sein Entwicklerstudio Quantumfrog hat in diesem Jahr für die Englisch-Lern-App „Vocabicar“ für die Klassen drei bis sechs den Deutschen Computerspielpreis in der Kategorie „Bestes Serious Game“ gewonnen.





KI ist der große neue Trend bei Serious Games – welche Chancen sehen Sie in KI-gestützten Technologien für die Branche?
Serious Games sollen den Spieler dazu motivieren das Spiel zu nutzen und etwas zu lernen, ohne dass es sich für den Spieler wie Arbeit anfühlt. Gerade dieser spielerische Aspekt ist einer der Motivationstreiber. KI gibt uns hierbei ganz neue Möglichkeiten das Spielerlebnis noch besonderer und interessanter zu gestalten und die Imersion, also das Eintauchen des Spielers in das Spiel- und Lernerlebnis, zu vergößern.

Für welche Lern-Zielgruppen eignen sich KI-basierte Serious Games besonders?
KI-Technologien sind sehr variabel einsetzbar. Sie können für Lernspiele, die auf Schüler ausgerichtet sind, genutzt oder auch in Unternehmen zur betrieblichen Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern eingesetzt werden. Das Spektrum ist hier also sehr breit.

Ein wichtiges Einsatzfeld für Serious Games ist das soziale und kollaborative Lernen - welche Vor- und Nachteile haben KI-gestützte Lösungen hierbei?
Mittels KI-gestützter Lösungen können sich die Lern-Erlebnisse gerade im Bereich des kollaborativen Lernens (z.B. die Zusammenarbeit von Lehrenden und Schülern) individuell pro Schüler oder Lehrendem entwickeln. Das KI-gestützte System ermöglicht es also, die Schüler und Lehrenden individuell optimal in der Lehre zu unterstützen.

Als Nachteil könnte es gesehen werden, dass die Lern-Erlebnisse eben sehr unterschiedlich, angepasst auf den Benutzer ablaufen. Hierauf sollte man bei einer eventuellen Auswertung achten. Die in sich mittels KI unterschiedlichen Lern-Erlebnisse lassen sich daher teilweise nur schwierig miteinander vergleichen.

In welchen Bereichen können KI-Lösungen künftig den Lehrer gänzlich überflüssig machen?
Wir sind nicht der Meinung, dass Lehrkräfte irgendwann überflüssig sein werden, da sie Kompetenzen haben, die in der Interaktion mit Lernenden wichtig sind. Lehrer sind oft auch Vertrauenspersonen und können individuell auf Schüler eingehen. KI-Technologien lernen zwar dazu, können aber die menschliche Komponente bisher nicht adäquat ersetzen. Serious Games und KI sollen für Lehrer ein Handwerkszeug darstellen und sie in ihrer Lehrtätigkeit unterstützen.

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