Menue-Button
← FACHDEBATTE
Interview29.08.2016

Maschinenbauer gegen E-Auto-Prämie

Wie die Elektromobilität sinnvoll vorangebracht werden kann

Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer Quelle: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Hartmut Rauen stellvertretender Hauptgeschäftsführer Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau
INITIATOR DIESER FACHDEBATTE
Alexander Hiller
Redakteur
Meinungsbarometer.info
ZUR FACHDEBATTE

"Was das Individuum nicht will, sollten die Steuerzahler auch nicht zahlen müssen", Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer, mit Blick auf die Elektroautoprämie. Wirkungsvoller wäre es, "Forschung und Entwicklung zu fördern sowie die Produktionstechnologie für günstigere Batterien, den Elektromotor, die Leistungselektrik und den Antriebsstrang".





Die Zwischenbilanz zur Elektroautoprämie fällt mit 1.234 Anträgen zum 21. Juli ernüchternd aus, woran liegt das nach Ihrer Einschätzung?
Die aktuellen Fahrzeugangebote sind offenbar noch nicht ausreichend attraktiv. Aber, was das Individuum nicht will, sollten die Steuerzahler auch nicht zahlen müssen. Die Kaufprämie ist falsch. Wichtiger wären Maßnahmen für den Ausbau der Infrastruktur und zur ursächlichen Kostensenkung der Fahrzeuge.

Welche Anreize könnten jetzt helfen, um die E-Mobilität voranzubringen? Welche Hausaufgaben müssen ggf. die Hersteller machen?
Um die E-Mobilität voranzubringen wäre es wirkungsvoller, Forschung und Entwicklung zu fördern sowie die Produktionstechnologie für günstigere Batterien, den Elektromotor, die Leistungselektrik und den Antriebsstrang – hier liegen die Kostensenkungspotenziale verborgen. Leider ist die Forschungsförderung in der Debatte um die Kaufprämie wieder in den Hintergrund gerückt. Hier können derzeit wichtige Hausaufgaben nicht gemacht werden.

Wie realistisch sind jetzt noch die Ziele der Bundesregierung bis 2020 zum Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität werden zu wollen?
Die quantitative Zielerreichung ist unrealistisch. Qualitativ sind wir auf dem richtigen Weg. Die Zeitachse wird sich verschieben, das ist kein Drama. Die Zeit sollte genutzt werden, um an den richtigen Stellen mit den richtigen Hebeln anzusetzen (Infrastruktur, Forschungsförderung, Investitionsbedingungen, steuerliche, rechtliche Rahmenbedingungen). Der VDMA hat darauf immer wieder hingewiesen.

Elektromobilität ist zudem nicht nur ein Thema für das Auto. Es geht um die Elektrifizierung des Antriebsstrangs in Fahrzeugen und neue Mobilitätskonzepte, insbesondere auch vor dem wachsenden Bewusstsein, Ressourcen zu schonen und möglichst nachhaltig zu wirtschaften. Der Maschinenbau wird diesen Wandel entscheidend prägen und mit seinen Produktionstechnologien ermöglichen.

■■■ WEITERE BEITRÄGE DIESER FACHDEBATTE

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Kurt Sigl
Präsident
Bundesverband eMobilität

Kurt Sigl, Präsident Bundesverband eMobilität e.V. (BEM)
Politik | Auto

E-Auto Lobby fordert Umsetzung von ■ ■ ■

Warum das E-Auto jetzt gebraucht wird

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Kurt Sigl
Präsident
Bundesverband eMobilität

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Prof. Dr. Kai Peter Birke
Professor
Universität Stuttgart

Prof. Dr. Kai Peter Birke, Institut für Photovoltaik, Abt. Elektrische Energiespeichersysteme der Universität Stuttgart
Produktion | Forschung | Auto

Forscher hält E-Auto-Kaufprämie nur ■ ■ ■

Was alternative Antriebssysteme fürs Auto können ■ ■ ■

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Prof. Dr. Kai Peter Birke
Professor
Universität Stuttgart

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Johann Jungwirth
Bitte auswählen
Volkswagen AG

Johann Jungwirth, Leiter Digitalisierungsstrategie Volkswagen AG
Datendienste | Produktion | Forschung | Auto | Car Entertainment

VW-Digitalchef krempelt die Autowelt um

Warum die Mobilität durch die digitale ■ ■ ■

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Johann Jungwirth
Bitte auswählen
Volkswagen AG

ZUR FACHDEBATTE

ÜBER UNS

Meinungsbarometer.info ist die Plattform für Fachdebatten in der digitalen Welt. Unsere Fachdebatten vernetzen Meinungen, Wissen & Köpfe und richten sich an Entscheider auf allen Fach- und Führungsebenen. Unsere Fachdebatten vereinen die hellsten Köpfe, die sich in herausragender Weise mit den drängendsten Fragen unserer Zeit auseinandersetzen.

überparteilich, branchenübergreifend, interdisziplinär

Unsere Fachdebatten fördern Wissensaustausch, Meinungsbildung sowie Entscheidungsfindung in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Gesellschaft. Sie stehen für neue Erkenntnisse aus unterschiedlichen Perspektiven. Mit unseren Fachdebatten wollen wir den respektvollen Austausch von Argumenten auf Augenhöhe ermöglichen - faktenbasiert, in gegenseitiger Wertschätzung und ohne Ausklammerung kontroverser Meinungen.

kompetent, konstruktiv, reichweitenstark

Bei uns debattieren Spitzenpolitiker aus ganz Europa, Führungskräfte der Wirtschaft, namhafte Wissenschaftler, Top-Entscheider der Medienbranche, Vordenker aus allen gesellschaftlichen Bereichen sowie internationale und nationale Fachjournalisten. Wir haben bereits mehr als 600 Fachdebatten mit über 20 Millionen Teilnahmen online abgewickelt.

nachhaltig und budgetschonend

Mit unseren Fachdebatten setzen wir auf Nachhaltigkeit. Unsere Fachdebatten schonen nicht nur Umwelt und Klima, sondern auch das eigene Budget. Sie helfen, aufwendige Veranstaltungen und überflüssige Geschäftsreisen zu reduzieren – und trotzdem die angestrebten Kommunikationsziele zu erreichen.

mehr als nur ein Tweet

Unsere Fachdebatten sind mehr als nur ein flüchtiger Tweet, ein oberflächlicher Post oder ein eifriger Klick auf den Gefällt-mir-Button. Im Zeitalter von X (ehemals Twitter), Facebook & Co. und der zunehmenden Verkürzung, Verkümmerung und Verrohung von Sprache wollen wir ein Zeichen setzen für die Entwicklung einer neuen Debattenkultur im Internet. Wir wollen das gesamte Potential von Sprache nutzen, verständlich und respektvoll miteinander zu kommunizieren.