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Interview25.06.2018

Wettermanipulationen brauchen zuerst bessere Vorhersagen

Warum das Wettermachen gar nicht so einfach ist

Prof. Dr. Johannes Quaas, Professor für Theoretische Meteorologie an der Universität Leipzig Quelle: pr Prof. Dr. Johannes Quaas Professor für Theoretische Meteorologie Universität Leipzig
INITIATOR DIESER FACHDEBATTE
Uwe Schimunek
Freier Journalist
Meinungsbarometer.info
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"Die Vorhersagen, was bei einer bestimmten Maßnahme zum Wolkenimpfen passiert, sind noch sehr vage und unzuverlässig", sagt der Leipziger Wissenschaftler Prof. Dr. Johannes Quaas. Zunächst müsse überhaupt die Vohersagefähigkeit verbessert werden.





Wolkenimpfungen für mehr Regen oder gegen zu viel Hagel – wie sehr lässt sich das Wetter heute schon steuern?
Es lässt sich nicht verlässlich steuern. Die Vorhersagen, was bei einer bestimmten Maßnahme zum Wolkenimpfen passiert, sind noch sehr vage und unzuverlässig.

Welche Chancen und Risiken ergeben sich aus der Wettermanipulation in Sachen Klimawandel?
Es ist die Frage, was hiermit gemeint ist - nur, wenn man systematisch versucht, das Wetter zu beeinflussen, kann man ja von einer Auswirkung auf das Klima reden. Und nur, wenn so etwas auf sehr großer Skala getan wird, ist es für das Klima relevant. Dann würde man von "Climate engineering" reden - ein eigenes Thema.

Mehr Regen in einer Region könnte eventuell weniger Niederschläge in einer anderen bedeuten – wer sollte über Wettermanipulationen bestimmen dürfen?
Meines Erachtens ist es für eine Regelung zu Wettermanipulationen zuerst nötig, die Vohersagefähigkeit zu verbessern. Erst, wenn die Wissenschaft bzw. dann gegebenenfalls operationell die Wetterdienste verlässlich sowohl die gewollten, als auch die unbeabsichtigten Konzequenzen einer Maßnahme vorhersagen kann, kann darüber nachgedacht werden.

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