Menue-Button
← FACHDEBATTE
Interview08.02.2017

Freitags- und Montags-Spiele werden Highlights für die Fans

Was Holstein Kiel vom neuen Rechte-Deal erwartet

Wolfgang Schwenke, Kaufmännischer Geschäftsführer der KSV Holstein und Mitglied der Marketingkommission der 3. Liga Quelle: KSV Holstein von 1900 Wolfgang Schwenke Geschäftsführer KSV Holstein von 1900
INITIATOR DIESER FACHDEBATTE
Alexander Hiller
Redakteur
Meinungsbarometer.info
ZUR FACHDEBATTE

Ab der Saison 2018/19 wird die Deutsche Telekom alle Spiele der 3. Liga live im Pay-TV zeigen. Wolfgang Schwenke, Kaufmännischer Geschäftsführer der KSV Holstein und Mitglied der Marketingkommission der 3. Liga, erklärt im Interview die Auswirkungen des Deals.





Der DFB hat mit der Deutschen Telekom AG einen Partner gefunden, der erstmals sämtliche Partien der 3. Liga live auf seinen Plattformen im Pay-Bereich überträgt. Wie bewerten Sie den Einstieg der Telekom?
Sehr positiv! Damit zahlt sich die jahrelange Arbeit des DFB und den Vertretern der 3. Liga aus. Es war offensichtlich die richtige Entscheidung, vor zwei Jahren einen eigenen Marketingauftritt für unsere Spielklasse („Die 3. Liga: Zeigt’s uns) ins Leben zu rufen. Wenn sich mit der Telekom einer der Big Player im Werbemarkt für die 3. Liga interessiert, dann ist das eine großartige Sache und ein Beweis für die Attraktivität der Liga, deren sportliche Ausgeglichenheit sie auch so interessant macht.

Welchen Einfluss hat das neue Pay-TV-Paket auf die gewachsenen Partnerschaften mit den 3. Programmen der ARD?
Die ARD durfte bislang vier Spiele pro Spieltag übertragen, künftig werden es in der gesamten Saison 86 sein. Das bedeutet, dass die ARD an manchen Spieltagen zwei Partien übertragen kann, an anderen drei. Ich gehe nicht davon aus, dass der neue Vertrag unsere Partnerschaft belasten wird. Im Gegenteil, dadurch, dass nun alle Spiele live zu sehen sein werden, wird die komplette Liga aufgewertet. Mit der Technik, die die Telekom einsetzen wird, wird auch die Qualität der Übertragungen ein Niveau erreichen, wie wir es von Sky und der 1. und 2. Bundesliga kennen, die von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) organisiert werden. Außerdem wird es künftig jeweils am Freitag und am Montag um 19 Uhr ein Spiel geben. Abends, unter Flutlicht – das werden für Fußballfans absolute Highlight-Veranstaltungen.

Haben die künftigen Internetübertragungen der Telekom Auswirkungen auf Ihre eigenen Webplanungen?
Das kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehen. Klar ist aber, dass es für uns alle eine tolle Sache ist, dass mit der Telekom ein Partner einsteigt, der auch über eine große Webpräsenz verfügt. Da werden sich ganz bestimmt neue Möglichkeiten für die Vereine ergeben, sich verstärkt auf verschiedenen Kanälen präsentieren zu können. Da müssen wir flexibel sein.

Bisher haben die Werbepartner von den frei empfang baren Livespielen bei der ARD profitiert. Erwarten Sie jetzt Einbußen bei der Bandenvermarktung etc., wenn die Livespiele ins Bezahlfernsehen wandern?
In Ausnahmefällen kann das vielleicht passieren, aber die 3. Liga ist von regionalen Sponsoren geprägt, deshalb sind meiner Ansicht auf diesem Markt nach keine Einbußen zu erwarten. Und: Grundsätzlich wird das Image der Liga durch einen solchen Auftritt gefördert, das wird sich eher positiv auf unseren Sponsorenmarkt auswirken.

 

Wie bewerten Sie die neue TV-Vermarktung in Bezug auf die Zuschauerentwicklung?
Ich gehe davon aus, dass die sich auch wegen der neuen TV-Präsenz weiter positiv entwickeln wird. Die Telekom ist ein absolutes Schwergewicht, das ein eigenes Interesse daran haben wird, die breite Öffentlichkeit mit einem sehr professionellen Auftritt zu erreichen. Die 3. Liga wird durch diesen großartigen Rahmen noch bekannter werden und eher ein noch größeres Zuschauerinteresse hervorrufen.

■■■ WEITERE BEITRÄGE DIESER FACHDEBATTE

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Clemens Krüger
Geschäftsführer
FSV Frankfurt 1899 Fußball

Clemens Krüger, Geschäftsführer FSV Frankfurt 1899 Fußball GmbH
Netze | Sport | ARD

Gut, aber noch kein Befreiungsschlag

Wie der FSV Frankfurt den neuen ■ ■ ■

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Clemens Krüger
Geschäftsführer
FSV Frankfurt 1899 Fußball

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Martin Haltermann
Pressesprecher
MSV Duisburg GmbH & Co. KGaA

Martin Haltermann, MSV Duisburg
Netze | Sport | ARD

3. Liga in der neuen Medienwelt angekommen

Wie der MSV Duisburg den Rechte-Deal bewertet

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Martin Haltermann
Pressesprecher
MSV Duisburg GmbH & Co. KGaA

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Peter Frymuth
Vizepräsident
Deutscher Fußball-Bund

Peter Frymuth, Vizepräsident Deutscher Fußball-Bund
Sport | ARD

Wie der DFB die Zukunft der 3. Liga sieht

Neuer Rechte-Deal macht Liga attraktiver

EIN DEBATTENBEITRAG VON
Peter Frymuth
Vizepräsident
Deutscher Fußball-Bund

ZUR FACHDEBATTE

ÜBER UNS

Meinungsbarometer.info ist die Plattform für Fachdebatten in der digitalen Welt. Unsere Fachdebatten vernetzen Meinungen, Wissen & Köpfe und richten sich an Entscheider auf allen Fach- und Führungsebenen. Unsere Fachdebatten vereinen die hellsten Köpfe, die sich in herausragender Weise mit den drängendsten Fragen unserer Zeit auseinandersetzen.

überparteilich, branchenübergreifend, interdisziplinär

Unsere Fachdebatten fördern Wissensaustausch, Meinungsbildung sowie Entscheidungsfindung in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Gesellschaft. Sie stehen für neue Erkenntnisse aus unterschiedlichen Perspektiven. Mit unseren Fachdebatten wollen wir den respektvollen Austausch von Argumenten auf Augenhöhe ermöglichen - faktenbasiert, in gegenseitiger Wertschätzung und ohne Ausklammerung kontroverser Meinungen.

kompetent, konstruktiv, reichweitenstark

Bei uns debattieren Spitzenpolitiker aus ganz Europa, Führungskräfte der Wirtschaft, namhafte Wissenschaftler, Top-Entscheider der Medienbranche, Vordenker aus allen gesellschaftlichen Bereichen sowie internationale und nationale Fachjournalisten. Wir haben bereits mehr als 600 Fachdebatten mit über 20 Millionen Teilnahmen online abgewickelt.

nachhaltig und budgetschonend

Mit unseren Fachdebatten setzen wir auf Nachhaltigkeit. Unsere Fachdebatten schonen nicht nur Umwelt und Klima, sondern auch das eigene Budget. Sie helfen, aufwendige Veranstaltungen und überflüssige Geschäftsreisen zu reduzieren – und trotzdem die angestrebten Kommunikationsziele zu erreichen.

mehr als nur ein Tweet

Unsere Fachdebatten sind mehr als nur ein flüchtiger Tweet, ein oberflächlicher Post oder ein eifriger Klick auf den Gefällt-mir-Button. Im Zeitalter von X (ehemals Twitter), Facebook & Co. und der zunehmenden Verkürzung, Verkümmerung und Verrohung von Sprache wollen wir ein Zeichen setzen für die Entwicklung einer neuen Debattenkultur im Internet. Wir wollen das gesamte Potential von Sprache nutzen, verständlich und respektvoll miteinander zu kommunizieren.