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Interview01.03.2016

DVB-T2 erfordert Schulungsprogramme für den Handel

Warum jetzt alle Beteiligten gefragt sind, die Konsumenten über die bevorstehende Innovation aufzuklären

Udo Knauf, Sales Director Germany STRONG Ges.m.b.H. Quelle: STRONG Ges.m.b.H. Udo Knauf Sales Director Germany STRONG Ges.m.b.H.
INITIATOR DIESER FACHDEBATTE
Alexander Hiller
Redakteur
Meinungsbarometer.info
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Die Endgeräteindustrie fordert endlich mehr Klarheit für die künftigen DVB-T2-Kunden. Schulungsprogramme für Verkaufsmitarbeiter im Handel  müssten jetzt Abhilfe schaffen, um Unklarheiten beim neuen Fernsehstandard auszuräumen. Passiert nichts,  könnte das negative Auswirkungen auf die Nachfrage haben.





Im 2. Quartal 2016 startet der DVB-T2-HD-Pilotbetrieb, wie ist Ihr Unternehmen produktseitig auf den neuen terrestrischen Fernsehstandard DVB-T2 vorbereitet?
Beginnend ab dem 2. Quartal 2016 werden wir ein breites Sortiment an DVB-T2  HEVC/H.265 kompatiblen Receivern in unterschiedlichen Ausstattungsvarianten und Preisklassen auf den Markt bringen.

Wie hoch ist aktuell der Prozentsatz von Endgeräten, die bereits DVB-T2 HD im Standard HEVC/H.265 empfangen können?
Deutschland ist das erste Land weltweit, das sich für diesen Standard entschieden hat. Aus diesem Grund hat STRONG das Sortiment an Endgeräten, die Programme dieser Technologie empfangen können, den Markt- und Kundenbedürfnissen entsprechend definiert. Die Entwicklung von DVB-T2 Receivern mit HEVC/H.265 Kompatibilität läuft bereits auf Hochtouren und bis spätestens Ende des Jahres wird dieser Prozess abgeschlossen sein.

Fragt der Handel bereits bei Ihnen die neuen DVB-T2-Geräte nach? Rechnen Sie mit einem guten Geschäft und welchen Stellenwert hat die neue Technologie für Ihr Unternehmen?
Aktuell ist die Nachfrage relativ überschaubar. Das halten wir aber für völlig verständlich. Aufklärungsaktionen seitens des Projektbüros DVB-T2 HD, Media Broadcast und aller involvierten Hersteller und Broadcaster laufen erst in Kürze an. Die Einführung des neuen Standards erfordert zudem auch Schulungsprogramme für Verkaufsmitarbeiter im Handel, um zur Sensibilisierung und damit zu mehr Nachfrage beizutragen.

Erfahrungsgemäß entsteht Nachfragedruck erst dann, wenn auch der Konsument aktiv im Handel nach dem Thema DVB-T2 fragt. Hier sind die Programmanbieter und alle Beteiligten – auch die Medien – gefordert, die Konsumenten über die bevorstehende Innovation aufzuklären.

STRONG vertreibt seit vielen Jahren erfolgreich DVB-T2 Receiver mit und ohne Verschlüsselung in zahlreichen Ländern außerhalb Deutschlands. Mit der Einführung von DVB-T2 HEVC/H.265 verbinden wir hohe Erwartungen und eine deutliche Belebung des Receiver-Marktes in Deutschland. Aufgrund unserer großen Erfahrung bewerten wir DVB-T2 ausnahmslos positiv und sehen uns als innovativer Partner in einer dominierenden Rolle am Markt. Unsere DVB-T2 Receiver werden  die mit der neuen Technologie bestmögliche Bildqualität in tollen Paketen zu sehr guten Preisen bieten und damit eine sehr attraktive Alternative zu Kabel, Satellit und IPTV sein.

Wann werden im Sinne der Verbrauchersicherheit DVB-T2-Geräte mit abweichenden Standards (ohne HEVC/H.265-Codec) nicht mehr für den deutschen Markt produziert?
Wir gehen davon aus, dass bis Jahresende nur mehr HEVC/H.265 kompatible DVB-T2 Geräte von STRONG im Handel erhältlich sein werden.  Zur deutlichen Erkennung für Konsumenten wird eine entsprechende Kennzeichnung auf den Geräten und Verpackungen sichtbar sein.

Der Sendernetz- und Plattformbetreiber für DVB-T2 in Deutschland hat bekannt gegeben, die privaten Programme mit IRDETO zu verschlüsseln. Werden Ihre Endgeräte diesen Standard anbieten?
STRONG kann auf langjährige Erfahrung in der Entwicklung von DVB-T2 Endgeräten mit Irdeto Verschlüsselung zurückblicken und Endkunden ein Produktsortiment anbieten, das ihren Bedürfnissen entspricht. Wir wollen sicherstellen, dass Konsumenten das komplette Programmangebot empfangen und genießen können, deswegen werden wir selbstverständlich auch Modelle mit der erforderlichen Irdeto Entschlüsselungstechnologie im Sortiment haben.

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