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Interview16.03.2017

BR macht Händler fit für DVB-T2

Warum die Bayern mehr machen als die anderen ARD-Anstalten

Ingrid Mitterhummer, Produktions- und Technikdirektion HA Verbreitung und Controlling beim Bayerischen Rundfunk Quelle: Bayerischer Rundfunk / Regina Payenberg-Zeitler Ingrid Mitterhummer Produktions- und Technikdirektion Bayerischer Rundfunk
INITIATOR DIESER FACHDEBATTE
Alexander Hiller
Redakteur
Meinungsbarometer.info
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Während die meisten Dritten der ARD das Thema Händlermarketing bei DVB-T2 vernachlässigen, geht der Bayerische Rundfunk einen Sonderweg. So bietet der BR seit einigen Wochen den Elektrogeschäften und –märkten auch individuelle Vorort-Schulungen in den Läden an – speziell in den Regionen, die zuerst bei der Umstellung an der Reihe sind. "Das kommt gut an", so Ingrid Mitterhummer von der Produktions- und Technikdirektion beim Bayerischen Rundfunk. Nicht zuletzt deshalb stehen in Bayern alle Signale auf grün, wenn es um die baldige DVB-T2-Einführung geht.





Am 29. März beginnt der Regelbetrieb von DVB-T2. Wie gut sind nach Ihrer Einschätzung die Verbraucher in Bayern aktuell informiert? Gibt es ggf. noch Kommunikationsbedarf in den letzten Tagen vor dem Start?
Laut aktuellen Umfragen wissen die betroffenen Zuschauer, dass die Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 in Kürze beginnt. Die meisten DVB-T Nutzer haben die Information aus dem Fernsehen. Das BR-Fernsehen, Das Erste und viele andere Programme blenden über den DVB-T Verbreitungsweg mehrmals täglich Hinweise ein, dass am 29. März der Regelbetrieb in ausgewählten Ballungsräumen startet und wo die Zuschauer weiterführende Informationen finden. Darüber hinaus bieten spezielle Aktionstage (21.11.2016, 15.2.2017 und 16.3.2017) senderübergreifend Berichte und Beratung rund um das Thema DVB-T2. Auch die Presse bietet ihren Lesern viele Informationen zu dem Thema. Jetzt geht es vor allem darum, das DVB-T Nutzer in den Umstellungsregionen zu einem raschen Handeln zu animieren, damit sie am 29.3. nicht schwarzsehen, sondern weiter fernsehen können.
In den Tagen vor der Umstellung wird es deshalb noch einmal umso wichtiger sein, den „Sendersuchlauf am DVB-T2 HD Receiver“ für den 29.3. zu kommunizieren, damit auch die neuen HD-Angebot auf den Sendekanälen gefunden werden.

Der BR legt schon seit länger Zeit großen Wert darauf, gerade die Fachhändler und den Fachhandel zur Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 HD zu informieren. Was genau haben Sie gemacht und warum ist das so notwendig?
Fachhandwerk und -handel sind wichtige Mittler zwischen den Kunden und den Herstellern sowie den Sendern. Viele Menschen vertrauen auf deren Expertise bei der Auswahl der Geräte. Daher ist es umso wichtiger, dass der Fachhandel auch selbst gut Bescheid weiß, wie und wo die Umstellung stattfindet und gut beraten kann. Wir pflegen gute Kontakte mit den bayerischen Innungen und sind bei deren Tagungen immer wieder mit Vorträgen eingeladen. Schon im Herbst letzten Jahres haben wir in München und Nürnberg Veranstaltungen zu DVB-T2 HD für den Fachhandel aufgesetzt. Seit einigen Wochen bieten wir Elektrogeschäften und –märkten auch individuelle Vorort-Schulungen in den Läden – speziell in den Regionen, die zuerst bei der Umstellung an der Reihe sind. Das kommt gut an.

Markbeobachtungen haben ergeben, dass die Kommunikation am Point of Sale für die Enderbraucher durchaus verwirrend ist - auch aufgrund der flächendeckenden Werbebotschaften von Freenet TV, die nicht von DVB-T2 sprechen, sondern von Freenet-TV. Wie soll jetzt der Verbraucher erfahren, welche Geräte er für welche Programme kaufen muss und wofür er was ggf. bezahlen muss?
FreenetTV muss auch verstärkt Werbung für sein neues Produkt machen, damit die Zuschauer künftig noch weiter Private HD-Programme via Antenne sehen können. Für Antennenzuschauer ist es ein echtes Novum, Private nur gegen Gebühr empfangen zu können. Vielleicht ist das tatsächlich für viele zu allererst verwirrend. Umgekehrt wird aber niemand gezwungen, die Jahresgebühr von 69 € zu entrichten, wenn er eine Set-Top-Box kauft, auf der das FreenetTV-Logo prangt und größer ist als das von DVB-T2 HD. Dass FreenetTV in ihrer Kommunikation dabei DVB-T2 ausblenden soll, kann ich nicht bestätigen. Es ist vielmehr eine Frage der Gewichtung. Das Projektbüro und die öffentlich-rechtlichen Anbieter sowie die deutsche TV-Plattform stellen als Orientierungshilfe das grüne DVB-T2 HD Logo in den Fokus ihrer Kommunikation. So ist der Zuschauer auf der sicheren Seite beim Gerätekauf und kann bei Bedarf ganze Programmangebot empfangen. Wir bieten viele Informationsmöglichkeiten für unsere Zuschauer (online, Servicetelefon, Flyer, Videotext) und klären mit Sendungen und Beiträgen im Radio und Fernsehen auf.

■■■ WEITERE BEITRÄGE DIESER FACHDEBATTE

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