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31.03.2017 | AFTER WORK LUXURY | SONDERTHEMA
SPORT | FREIZEIT | KINDER

WO KLEINE UND GROSSE GÄSTE GLÜCKLICH SIND

Peter Kammerlander vom Almhof Family Resort im Zillertal im Interview

ZoomPeter Kammerlander ist Mitinhaber und Geschäftsführer des familiengeführten Almhofs in Gerlos/Zillertal

Peter Kammerlander ist Mitinhaber und Geschäftsführer des familiengeführten Almhofs in Gerlos/Zillertal [Quelle: Almhof Family Resort]


Eines der schönsten Kinderhotels im Zillertal ist der Almhof der Familie Kammerlander in Gerlos. Das 4-Sterne-Superior-Haus ist ein ideales Familienhotel für alle Generationen und ist gepaart mit modernem alpinen Lifestyle und viel Liebe zum Detail. Ein sympathisches und engagiertes Team kümmert sich um das Wohlergehen der Almhof-Gäste. Derzeit wird der Kinderhotel Almhof um eine Kinderwasserwelt für die 3- bis 6-Jährigen erweitert, die dann pünktlich zum Sommersaison-Start Anfang Juni eröffnet wird. Im Interview erzählt Peter Kammerlander, wie er und seine Familie das Resort zu dem gemacht haben, was es heute ist. Zu einem Haus, in dem große und kleine Gäste glücklich sind. 


Herr Kammerlander, das Grundprinzip des Almhofs ist, Urlaub für die ganze Familie anzubieten. Kinder und Erwachsene gleichermaßen eingeschlossen. Wie setzen Sie dieses Grundprinzip in Ihrem Haus um?
Peter Kammerlander: Unser Motto, welches wir uns ganz bewusst auf die Fahne geschrieben haben ist: „Wir machen kleine und große Gäste glücklich“. Ganz ausdrücklich stellen wir die Kleinen den Großen voran. Aber nichtsdestotrotz geht es um beide. Wir setzen dieses Motto insofern um, indem wir hier extrem viel für die Kinder anbieten und auch baulich und infrastrukturell alles auf sie ausgerichtet haben. Hinzu kommt die liebevolle und professionelle Kinderbetreuung, die wir anbieten. Für die Erwachsenen haben wir sehr viel Wert darauf gelegt, dass das Interieur in unserem Haus sehr modern und hochwertig verarbeitet ist. So dass wir damit eine gediegene Atmosphäre schaffen in einem modernen und trotzdem gemütlichen Ambiente, das Österreich und den Alpen entspricht. Letztendlich soll es die Erwartungen der Gäste erfüllen, die in einem modernen 4-Sterne Superior-Hotel ihren Urlaub verbringen wollen.

Geben Sie uns ein paar Beispiele, wie Sie die kinderfreundliche Atmosphäre baulich umgesetzt haben.
Das beginnt bereits bei der Begrüßung im Resort. Hier haben wir an unserer Rezeption Stiegen für die Kinder eingebaut, damit sie sogleich auf Augenhöhe mit den Rezeptionisten stehen können. Das verursacht sofort ein Willkommensgefühl, was natürlich auch unsere Familienkompetenz widerspiegelt. Nach ähnlichem Prinzip haben wir es in den Badezimmern umgesetzt, wo die Waschtische jeweils für Kinder und für die Erwachsenen auf der richtigen Höhe angebracht sind. Beim Buffet haben wir darauf geachtet, dass selbst die kleinen Kinder zum Getränkebrunnen gehen können, um sich ihre Getränke selbstständig zu holen. Das bringt natürlich großes Selbstvertrauen und stärkt das Selbstwertgefühl, wenn sie dort ganz allein hinspazieren können. Ihre Eltern sind dann ebenso stolz auf sie. Noch ein Beispiel: in den Restaurants haben wir große Maltafeln installiert und optisch passend in den Raum eingebunden. Anstatt eines Malbuches gibt es bei uns eben eine Maltafel, was zudem noch ein witziger Eyecatcher ist.

Stichwort Kinderbetreuung: mit welchem Gefühl können die Eltern ihr Kind in die Betreuung geben?
Das Wichtigste ist, dass die Eltern darauf vertrauen können, dass ihr Kind nicht nur mit Kompetenz, sondern vor allem mit Herz betreut wird. Dass hier wirklich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind, die erstens die Ausbildung und zweitens auch Lust und Laune haben, sich mit den Kindern zu beschäftigen und in der Betreuungszeit dann einfach verwöhnen und "entertainen". Und dass sie wirklich auch gern Zeit mit ihnen verbringen. Eltern können währenddessen mit dabei sein, sie haben aber auch die Möglichkeit, Zeit für sich selbst und für sich als Paar zu haben.

Die Familie Kammerlander blickt auf eine jahrhundertelange Geschichte zurück. Vor rund 450 Jahren als Bauernhof gebaut, eröffneten der Reihe nach das Hotel Kröller, das Seppi’s und dann im Jahr 1974 der Almhof. Gab es für den Almhof einen Meilenstein,  ein wirkliches Kinder- und Familienhotel zu werden?
Ja, den gab es in der Tat. Wir waren von Beginn an ein Hotel, dass auf Grund seiner Lage immer schon viele Familien beherbergt hat. Und trotzdem waren unsere Gäste immer sehr durchmischt. Wir hatten Pärchen zu Gast, Familien mit großen und kleinen Kindern. Das war im Prinzip nicht schlecht, aber wir haben doch gemerkt, dass man weder die einen, noch die anderen so richtig glücklich machen kann. Und dann habe ich irgendwann die Entscheidung getroffen, dass es jetzt endlich an der Zeit ist, sich dem Thema Familie voll und ganz zu widmen. Deshalb sind wir dann im Sommer 2003 den Kinderhotels beigetreten. Und von dem Moment an war dann klar, dass sich alles, was beispielsweise baulich folgt, dem Konzept der Familienfreundlichkeit unterordnet. Von dem Zeitpunkt wurde alles komplett in Richtung Familie ausgerichtet. Große bauliche Meilensteine folgten dann 2008 mit dem Bau des Badeparadieses für Kinder, der Familiensauna, des Theaters und der zahlreichen Spielbereiche.

Bauliche Erweiterungen gibt es bei Ihnen ja immer wieder. Welche sind das aktuell?
Gerade haben wir im vergangenen Jahr ein Bauprojekt abgeschlossen. Das war unser Restaurant, was insofern spannend ist, weil es von der Akustik ein besonderes anspruchsvolles Projekt war. Wir hatten unserem Architekten als besondere Herausforderung mitgegeben, einerseits einen warmen, kuscheligen, modernen Raum zu schaffen, der aber allen akustischen Ansprüchen gerecht wird. Die Umsetzung ist uns hervorragend gelungen. Selbst Gäste, die wir nicht explizit auf die Akustik ansprechen, kommen zu uns und geben ein großartiges Feedback. Jetzt im Frühjahr beginnen wir mit dem Bau einer Kinderwasserwelt für die drei- bis sechsjährigen Kinder, die dann unsere anderen Badebereiche wie das Baby-Planschbecken und die Wasserrutsche erweitert.

Zu Ihnen persönlich, Herr Kammerlander: was bringen Sie in Ihrer Person in das Kinderhotel mit ein?
Zunächst bin ich natürlich Geschäftsführer. Zusammen im Führungsquartett mit meiner Frau Elisabeth, meinem Bruder und wiederum seiner Frau. Natürlich muss ich den Hotelbetrieb wirtschaftlich führen. Doch das Allerwichtigste ist, dass ich Kinder und Familien wirklich mag. Das ist schon mein ganz persönliches Thema, große und kleine Gäste glücklich zu machen. In meinem Beruf sollte man gern mit Menschen arbeiten und Menschen mögen. Und genau das bringe ich hier ein. Ich denke schon, damit einfach einen ganz anderen sozialen Kontakt zu pflegen, egal ob mit unseren 60 Mitarbeitern oder mit unseren Gästen. Das übeträgt sich dann wiederun und schafft diese familiäre Atmosphäre.

Wo verbringen Sie Ihre Urlaube?
Als unsere Kinder noch kleiner waren, haben wir sehr wohl auch in Kinderhotels unseren Urlaub verbracht. Wobei es für mich immer eine Kombination davon ist, zwar selbst Urlaub zu machen, aber auch zu sehen, wie es andere machen. Auf der anderen Seite finde ich es wahnsinnig wichtig, dass man in andere Regionen außerhalb Österreichs oder Europas schaut. Wir haben Amerika, den asiatischen Raum und auch Australien bereist. Und zwischendurch ist es auch wieder mal ganz gut, einfach mit einem Wohnmobil unterwegs zu sein. Damit man wieder etwas Abstand gewinnt, andere Sachen sieht und wieder neu planen kann.

Herr Kammerlander, vielen Dank für das Interview!

Wer mehr zum Almhof Family Resort im Zillertal wissen möchte, der bekommt hier die Informationen.