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23.10.2018
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WIE BODENAMPELN LEBEN RETTEN KÖNNEN

Ein Beispiel aus Frankfurt am Main

Bernd Irrgang, Vorsitzender Bund der Fußgänger

Bernd Irrgang, Vorsitzender Bund der Fußgänger [Quelle: privat]


Bernd Irrgang, Vorsitzender des Bundes der Fußgänger, kennt ein Beispiel aus Frankfurt am Main, wo Bodenampeln die Unfallgefahr verringert hat. Im Übrigen fordert er härtere Strafen für gefährliche Smartphone-Nutzung im Straßenverkehr.


Was halten Sie von der Kölner Idee (Kölner Verkehrsbetriebe), mit Bodenampeln die Sicherheit für Fußgänger zu erhöhen - Hintergrund sind sog. „Swombies“, also Smartphonenutzer, die an Straßen und Bahnübergängen häufig Ampeln übersehen?
Der Stadtteil Eschersheim wird durch eine 4-spurige Landstraße und mittig oberirdisch fahrender U-Bahn getrennt. Jährlich gab es mehrere tödliche Verkehrsopfer auf den ampelgeregelten Gleisübergängen, deren Zahl nun gegen Null tendiert, nachdem Bodenampeln angebracht wurden. Die zeitgleich installierten „Schwarzampeln“ zeigen nur Rotlicht wenn sich eine U-Bahn nähert, ansonsten sind sie aus und führen deshalb wohl zu vermehrter Aufmerksamkeit.

Wie groß schätzen Sie das Gefahrenpotential durch übermäßige Smartphone-Nutzung bei Fußgänger/innen grundsätzlich  tatsächlich ein?
Gerade die Smartphone-Nutzung im innerstädtischen Straßenverkehr ist, wie beim Autofahren, natürlich auch für Fußgänger und Radfahrer äußerst gefährlich, weil ablenkend.

Was können Städte und Verkehrsbetriebe aus Verbandssicht tun, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen? Wie sollte ein sicherer und urbaner Stadtverkehr der Zukunft aussehen?
Die Verkehrswege der unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer sollten auch optisch klarer getrennt und besser erkennbar werden. Fahrbahnmarkierungen (Radfahrstreifen, Zebrastreifen, Haltelinien, Piktogramme u. a.) müssen kontinuierlich erneuert und ergänzt werden. Rad- und Gehwege sollten unbedingt farblich unterschiedlich angelegt sein.

Was können Städte und Verkehrsbetriebe aus Verbandssicht tun, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen? Wie sollte ein sicherer und urbaner Stadtverkehr der Zukunft aussehen?
Auch der Missbrauch von Smartphones sollte mit stärkerer Ahndung (mind. € 100,-) zu vermehrter Aufmerksamkeit führen. Vielleicht kann hier auch ein blinkender Hinweis auf dem Display hilfreich sein.