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Bericht

Was folgt auf das Fußballradio 90elf?

Medienhüter erteilen Lizenzwechsel an andere Veranstalter eine Absage

Star-Reporter Manni Breuckmann: Keine 90elf-Bundesliga-Berichterstattung mehr Quelle: 90elf 31.05.2013

Das endgültige Aus des Fußballradios 90elf ruft die bundesdeutschen Medienhüter auf den Plan. Nachdem der bisherige Veranstalter von 90elf, Regiocast, angekündigt hat, auf dem Programmplatz von 90elf ein anderes Radioprogramm zu veranstalten, sollen auf einer Sitzung der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) am 11. Juni 2013 in Schwerin die Auswirkungen auf den bundesdeutschen Digitalradio- Multiplex besprochen werden. Wie der DLM-Hörfunkbeauftrage, Dr. Gerd Bauer, dem Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk sagte, „ist generell mit einer Änderung des Programms weder von vornherein der Verlust einer Zuweisung verbunden noch ist eine solche Änderung zuweisungsrechtlich von vornherein unbedenklich“. Eine Absage erteilte dagegen Bauer der Idee eines Lizenzwechsels von 90elf an einen anderen Rechteinhaber, wie beispielsweise Sport1. Dies sehe nach Aussagen Bauers im Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk der Rundfunkstaatsvertrag ebenso wenig vor, wie eine Zuweisung von Übertragungskapazitäten an Anbieter, die sich hierauf nicht zuvor in einem diesbezüglichen Ausschreibungsverfahren beworben haben. Das Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk hatte bereits in seinen letzten Ausgaben über die Pläne rund um den Fußballsender 90elf berichtet.

Auch der Sendernetzbetreiber Media Broadcast geht derzeit davon aus, dass es zu keiner Änderung des Veranstalters im nationalen Multiplex kommt. Wie Thomas Wächter, Leiter Produktmanagement, Business Unit Radio, dem Fachinformationsdienst sagte, „steht die Regiocast Digital nach wie vor zum Engagement bei der Einführung des Digitalradios in Deutschland und arbeitet an einem Konzept, mit neuen Inhalten die frei werdende Lücke zu schließen“.

Mit welchen Angeboten Regiocast den freigewordenen Programmplatz im nationalen Digitalradio-Multiplex füllen will, steht nach Aussagen von Florian Fritsche, Geschäftsführer des 90elf-Betreibers Regiocast Digital, derzeit jedoch noch nicht fest. Allerdings sei man in diesem Zusammenhang schon in intensiven Überlegungen.

Die Entscheidung von Regiocast, sein DAB+ Engagement fortzusetzen, wird von Dr. Willi Steul, Intendant von Deutschlandradio und Vorsitzender der Initiative Digitalradio Deutschland e.V. ausdrücklich begrüßt. „Für die Radiohörer ist zu hoffen“, so Steul, „dass die Rechteinhaber neben dem Internet den enormen Wert der digitalen terrestrischen Verbreitung über Digitalradio erkennen und auch nutzen, wobei 90elf mit seiner Programmqualität die Latte sehr hoch gelegt hat“.

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