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20.10.2019
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KEIN ALGORITHMUS KANN MENSCHEN MIT LEIDENSCHAFT FÜR FILME ERSETZEN

Wie Pantaflix Film-Juwelen vermarkten will

Dan Maag, Geschäftsführer PANTAFLIX Technologies GmbH

Dan Maag, Geschäftsführer PANTAFLIX Technologies GmbH [Quelle: PANTAFLIX ]


PANTAFLIX soll eine Plattform für alle sein – seien es Expats, die sich mit PANTAFLIX ein Stück Heimat auf ihren Screen holen möchten, Blockbuster-Fans oder Anhänger von Arthouse- oder Independent-Filmen", sagt Geschäftsführer Dan Maag. So will die Plattform mittel- bis kurzfristig eine äußerst relevante Rolle im internationalen VoD-Geschäft spielen.


Auf dem neuen deutschen Streaming-Portal PANTAFLIX wollen Sie mit hochwertigen deutschen und internationalen Produktionen den Markt erobern – welches sind die mittelfristigen Ziele hinsichtlich Reichweiten und anderer Kenndaten?
Unser Ziel ist es, eine „One-Stop-Shop-Solution“ mit dem vielfältigsten und größten Portfolio auf dem Markt zu werden. PANTAFLIX soll eine Plattform für alle sein – seien es Expats, die sich mit PANTAFLIX ein Stück Heimat auf ihren Screen holen möchten, Blockbuster-Fans oder Anhänger von Arthouse- oder Independent-Filmen. Wir wollen mittel- bis kurzfristig eine äußerst relevante Rolle im internationalen VoD-Geschäft spielen. Auf dem Weg dorthin sind wir bereits mit voller Kraft unterwegs und ordnen dieser Mission alles andere unter.

Bislang ist kein Abo-Modell angekündigt. Stattdessen bestimmen die Produzenten über die Leihgebühr der einzelnen Titel mit – warum setzten Sie auf dieses Modell?
Mit unserem Self-Distribution-Modell für Filmproduzenten setzen wir uns bewusst von anderen VoD-Anbietern ab. Wir sind eine Plattform von Filmliebhabern für Filmliebhaber, wir kommen selbst aus der Branche und sind nicht einfach irgendein Tech-Unternehmen. Deswegen ist es uns besonders wichtig, dass die Filmproduzenten größtmögliches Mitspracherecht haben, indem sie die Leihgebühr für ihre Filme selbst festlegen. Unser Anspruch ist es, unseren Nutzern einen möglichst breiten Katalog zur Verfügung zu stellen – bei uns werden gerade die Nutzer fündig, die auf anderen Plattformen nicht gefunden haben, was sie suchen. Filmfans sollen nur für genau die Inhalte zahlen, die sie auch wirklich sehen wollen, statt noch ein weiteres, unflexibles Abonnement abschließen zu müssen.

Bis Jahresende sollen 40.000 Titel bereitstehen, langfristig könnten es noch viel mehr werden. Wie lässt sich verhindern, dass Film-Perlen in dieser Masse untergehen?
Um zu gewährleisten, dass großartige Filme nicht in der Masse untergehen, haben wir sowohl eine sehr gut durchdachte Menüführung als auch Algorithmen, die Nutzerinteressen laufend analysieren und darauf aufbauend Empfehlungen geben. Zusätzlich gibt es bei PANTAFLIX auch ein Expertenteam aus echten Filmfans, die sich tagtäglich ausschließlich damit beschäftigen, den Nutzern interessante Empfehlungen zu geben. Alles zusammen sorgt dafür, dass unser Angebot trotz seiner Vielfalt und thematischen Breite bei unseren Nutzern nicht zu Überforderung und Frust führt und Film-Juwelen nicht untergehen.

Bei den Empfehlungen setzt PANTAFLIX auf ein Experten-Team statt auf Algorithmen. Was kann eine Redaktion besser, als ein Programm?
Wir setzen auf eine Kombination aus beidem und arbeiten sowohl mit sehr ausgefeilten Algorithmen als auch mit einem Expertenteam. Sowohl „echte Menschen“ als auch Algorithmen haben für die Empfehlung von Inhalten Vor- und Nachteile. Mithilfe von Algorithmen können wir die Vorlieben und Interessen jedes einzelnen Nutzers laufend analysieren, darauf aufbauend Empfehlungen geben und dadurch dafür sorgen, dass ihnen passende Inhalte angezeigt werden – das wäre mit einem ausschließlich menschlichen Expertenteam nur begrenzt möglich. Gleichzeitig fehlt bei rein datenbasierten Empfehlungsmodellen, wie sie von anderen VoD-Anbietern genutzt werden, eben die menschliche Komponente: Kein Algorithmus kann Menschen ersetzen, die leidenschaftlich für das Thema Film brennen und sich damit tagtäglich beschäftigen.