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Kolumne31.01.2013

Digitalradio-Promotion: Weg von Einzelaktion, hin zu nationalen und regionalen Kampagnen!

Ralf Reynolds, Regional Director - Central Europe, Pure

Ralf Reynolds Quelle: PURE

Wie gut funktionieren aus Sicht der Gerätehersteller die Digitalradio-Kampagnen der Radiosender? Das werde ich in diesen Tagen von den Kollegen viel gefragt. Meine Antwort: Sehr unterschiedlich – je nach Region, wo diese durchgeführt werden und abhängig vom Umfang der Aktion. Führt ein Radiosender eine Digitalradio-Promotion das erste Mal durch oder wiederholt er sie mehrere Male hintereinander? Mehr Wiederholungen ergeben natürlich auch messbare Resultate bei Konsumenten und auch beim Fachhandel. Letztendlich sollte man bedenken, es ist immer eine Investition für den Handel, Digitalradio-Geräte in seinen Laden zu stellen. Denn diese müssen sich auch wieder verkaufen. Der Handel lebt vom Verkaufen! Sorry, und Ladenhüter wollen wir alle nicht haben, der Handel nicht und auch nicht der Konsument.

Aber bin ich wirklich zufrieden und wo wünsche ich mir mehr? Ich wünsche mir eine Promotion zu Digitalradio überall in Deutschland in allen Bundesländern, die bei den privaten und bei den öffentlich-rechtlichen Radiosendern zu hören ist. Und zwar auf UKW-Sendern, denn da sind unsere Kunden, die wir dafür gewinnen wollen, sich ein neues innovatives Digitalradio zu kaufen. Wir alle werden genau an den Verkäufen gemessen wie erfolgreich wir letztendlich sind. Aber wenn keine Promotion - oder sagen wir mal - die Promotion nur einen Tag lang auf Sendung war, dann darf man sich nicht über das Ergebnis wundern. Auch möchten Kunden Digitalradio erst einmal im Laden testen, ausprobieren und diese neuen digitalen Radios anfassen. Sicherlich benötigen wir hierzu einen Empfang am POS und da hapert es mancherorts beim Fachhandel.

Es gibt sehr gute Beispiele von guten Digitalradio-Promotionen: BR, SWR, WDR haben es positiv vorgemacht, jedoch sind es nur wenige Einzelaktionen und genau da wünsche ich mir mehr. Die Promotion-Zeiträume dürfen nicht zu kurz sein. Es muss sich einspielen, dass dies ein alltäglicher Auftrag sein wird, Digitalradio im normalen Programm zu promoten und zwar tagtäglich. Die Aufgabe, die es durch die Sender zu lösen gilt ist, UKW-Kunden davon zu überzeugen, dass Digitalradio ein neues Medium ist, mit dem sie die vielleicht verrauschten UKW-Sender in einer nie dagewesenen Qualität empfangen können, Sender einzustellen ohne die Tune-Funktion nachzustellen, neue Dienste können angeboten werden, wie Slideshows und Textinformationen zur laufenden Sendung. Eben all dies, was mit UKW leider nicht geht. Wenn wir den Hörern das nicht vermitteln können, dauert der digitale Umstiegt noch Jahrzehnte. Oder wollen wir das? Wollen wir nur das Radio analog belassen, ist das nicht altmodisch?

Ein sehr gutes Beispiel können wir in der Schweiz sehen, wo seit Jahren Radio Spots im Radio und auch im Fernsehen auf den Hauptprogrammen zur Hauptsendezeit zu Digitalradio ausgestrahlt werden. Wenn Sie dort Radiohörer nach „Was ist DAB oder DAB+?“ fragen erhalten Sie die Antwort = Digitalradio das bessere Radio! Stellen Sie genau diese Frage einfach nur mal in Ihrem privaten Bekanntenkreis. Ich kann mir vorstellen, dass Sie diese Antwort hier in Deutschland so (noch) nicht erhalten würden.

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