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Bericht30.04.2010

Digital Radio Plattform bekräftigt Forderung nach UKW-Abwrackprämie

Vorsitzender Michael Richter: Politik und Industrie sollen Prämie finanzieren

Nach PKW- nun UKW-Abwrackprämie? Quelle: tbm

Mit Blick auf den bundesweiten Start von Digital Radio hat Michael Richter, Vorsitzender des Digital Radio Plattform e.V. (vormals Initiative Marketing Digital Radio/IMDR), erneut die Einführung einer UKW-Abwrackprämie gefordert. „Eine solche Abwrackprämie kann nicht nur die Entwicklung von Digital Radio in Deutschland befördern“, begründet Richter. Mit ihrer Einführung sollten parallel auch Mindestanforderungen für Digitalradios definiert werden. „Nur so kann gewährleistet werden, dass Verbraucher bis 2013 überall in Europa alle digitalen Radioangebote mit jedem neuen Radiogerät empfangen können.“ Bereits im Frühjahr 2009 hatte die IMDR für Deutschland erstmalig die Idee einer Radio-Abwrackprämie geäußert.

Wie so oft beim Thema Radiodigitalisierung blickt Deutschland dabei ins Ausland. In Großbritannien will die Organisation „Digital Radio UK“ die Verbreitung von Digitalradios mit Hilfe einer Abwrackprämie für analoge Empfangsgeräte vorantreiben. Im Tausch gegen ihr analoges Gerät könnten die Hörer 20 Prozent Rabatt auf ein Digitalradio erhalten – so die Pläne. Michael Richter appelliert daher an Politik und Industrie: „Bund und Gerätehersteller sollten Haushalten eine Abwrackprämie für die Abschaltung analoger Rundfunkgeräte gewähren. Für deren Höhe kann ich mir – wie in Großbritannien – 20 Prozent Rabatt auf das Neugerät vorstellen. Gern bietet die Digital Radio Plattform an, die Gespräche von Politikern und Geräteindustrie zu moderieren.“

Zur Idee einer UKW-Abwrackprämie sagt Ralf Reynolds, Sales und Marketing Manager beim weltweit führenden Digitalradio-Hersteller PURE: „Wir unterstützen eine Abwrackprämie, um zu zeigen, dass der Rundfunk eine digitale Zukunft braucht. Zudem ist es an der Zeit, nicht nur über Digital Radio zu reden, sondern digitale Geräte auch einzusetzen.“

Für ElectronicPartner, einen der führenden europäischen Elektronikhändler, schätzt Einkaufschef Karl Trautmann ein: „Unsere Erfahrung zeigt, dass eine derartige Maßnahme nur dann zielführend ist, wenn ein konkreter Abschalt-Termin final fixiert und in greifbarer Nähe ist. Dabei sehen wir einen Rabatt von 20 Prozent als relativ mäßigen Kaufanreiz. Entscheidend ist die Begehrlichkeit, hervorgerufen durch einen konsequenten Abschalt-Termin und attraktive Inhalte.“

Im Rahmen des Medientreffpunkt Mitteldeutschland wird die Idee erstmals in der Praxis getestet. So sammelt der Verein Digital Radio Mitteldeutschland an seinem Stand alte UKW-Radios ein. Die ersten 100 Wechselwilligen, die ihr Analogradio abgeben, sichern sich die Abwrackprämie – eine Gutschrift in Höhe von 20 Euro. Diese lösen sie dann durch Zuzahlung von ebenfalls 20 Euro ein und werden so stolze Besitzer eines neuen Multinormgerätes (DAB/DAB+/UKW). Diese Geräte vom Typ „Albrecht DR 80“ oder „PURE One Mini“ stellen der Verein und die Produzenten zum Vorzugspreis zur Verfügung.

Christine Albrecht, Managing Director von Alan Electronics resümiert: „Wir unterstützen sehr gerne mit unseren Geräten die UKWAbwrack-Aktion, denn sie hat gewissermaßen Testcharakter. Anhand der Resonanz wird zu prüfen sein, ob es Sinn macht, solche Aktionen schwerpunktmäßig oder sogar bundesweit zu wiederholen. Generell können wir uns eine Ausweitung vorstellen, es muss aber im Einzelnen noch die genaue logistische Umsetzung geprüft werden.“

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