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Bericht

BR wirbt mit Sondersendung im Fernsehen für Digitalradio

Was andere Sender davon lernen können

Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks in der Sendung BR unterwegs Quelle: Bayerischer Rundfunk/Lisa Hinder Alexander Hiller Redakteur Meinungsbarometer.info 10.12.2014

Das hat es so in Deutschland noch nie gegeben. Mit einer einstündigen Sondersendung innerhalb des Formats „BR unterwegs“ hat das Bayerische Fernsehen über Digitalradio informiert. Das ganze live zur besten Sendezeit und mit einer Spitzenbesetzung. In das Konzept der Sendung waren neben dem BR-Intendant Ullrich Wilhelm auch Martin Wagner, Hörfunkdirektor des BR, Prof. Dr. Dr. Birgit Spanner-Ulmer, Direktorin Produktion und Technik des BR sowie Vertreter aus der Fahrzeugindustrie und des Privatrundfunks eingebunden.

Ziel der Sendung war, den Verbrauchern Digitalradio näher zu bringen, über die Vorteile und die Programmvielfalt zu informieren und nicht zuletzt Kaufanreize pro DAB+ zu setzen. Um es vorweg zu nehmen: der BR hat mit dieser Sendung eigentlich fast alles richtig gemacht. Gleich zu Beginn hat der Heimatkabarettist Helmut Schleich mit bayerischen Humor ins Thema eingeführt, darauf folgen als Kontrast moderne und spektakuläre Bilder von der Montage neuer Sendeanlagen in den Alpen. Das macht das Thema sexy, zumal der BR in seiner Sendung geschickt auf die programmlichen Mehrwerte im Digitalradio verweist. So kommen in kurzen, knackigen Einspielern etwa die Macher der Digitalradio-Programme puls oder BR plus zu Wort.

Ganz groß spielen die Macher des BR aber die Karte Heimat. Etwa mit der Vorstellung des neuen Spartenkanal BR Heimat, der mit echter Volksmusik auf die Verbundenheit der Bayern mit ihrem Freistaat abzielt. Start des neuen Digitalradio-Programms ist der 2. Februar 2015. Kein zufällig gewähltes Datum: Schließlich ist dann der hohe Feiertag Mariä Lichtmess. Besser kann ein Sendestart eines Heimatsenders im Digitalradio nicht gewählt sein.

Die eigentlichen Stars der Sendung sind aber die sehr gut informierten und vorbereiteten Zuschauer, die zur richtigen Zeit immer die richtigen und auch kritischen Fragen stellen, etwa zum Netzausbau, zur Programmvielfalt, zum Vergleich mit Internetradio oder zum Thema DAB+ im Auto. Wenn dann ein gut gelaunter BR-Hörfunkdirektor Martin Wagner auf die Frage eines Zuschauers – der in seiner neuen Küche ein Digitalradio fest integriert hat, aber bedauert, damit zu wenige Programme empfangen zu können – antwortet, dass mit der nächsten Küche ganz bestimmt die Programmvielfalt noch viel besser sein wird, haben die Verantwortlichen der Sondersendung das Studiopublikum und die Zuschauer daheim auf sympathische Weise für DAB+ interessiert. Die jüngere Fernsehzielgruppe wurde von der attraktiven BR-Moderatorin Gülseren Ölcum, die die Fragen aus dem Netz ins Studio weitergab, angesprochen. Schlussendlich sei aber allen anderen Rundfunkveranstaltern dringend empfohlen, es dem BR gleichzutun und im TV genauso unterhaltsam wie kompetent über Digitalradio zu berichten.

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